09.05.2017
ENERGIE IM KRANKENHAUS

Wie man Kosten bei Fernwärmeanschlüssen reduzieren kann

Ing. Siegfried Melcher berichtet in seinem Vortrag beim 4. Fachkongress „Energie im Krankenhaus“ (und in diesem Beitrag), wie man Kosten bei Fernwärmeanschlüssen reduzieren kann. Lesen Sie, wie viel FW-Kosten manche schon in der Praxis sparen konnten.

Vortragender Ing Siegfried Melcher vom
Ingenieurbüro Energie Consulting Baden berichtet
beim 4. Fachkongress „Energie im Krankenhaus“ wie
man Kosten bei Fernwärme(anschlüssen) reduzieren kann.

Bild: Energie Consulting Baden  

 

Am 1. Juni 2017 veranstalten die Fachmagazine HLK; PUNKTUM und TGA im Eventhotel Pyramide in Wien Vösendorf unter dem Motto „Digitalisierung – Spital 4.0“ den 4. Fachkongress „Energie im Krankenhaus“ mit begleitender Ausstellung. Kooperationspartner ist wie bisher der ÖVKT (Österreichischer Verband der KrankenhaustechnikerInnnen). Einer der Vortragenden ist Ing. Siegfried Melcher von Energie Consulting Baden. Das technische Büro für Energie und Umwelttechnik betreut und unterstützt seit über 12 Jahren Unternehmen (vom EPU bis zu Konzernen mit über 4.500 Mitarbeitern). „Neben Energieeinsparkonzepten entwickeln wir für unsere Kunden nachhaltige, kostengünstige Energiebeschaffungslösungen. Unter anderem haben wir eine hohe Kompetenz bei der Kostenreduktion im Bereich der Fernwärmebeschaffung aufgebaut“, berichtet Ing. Siegfried Melcher. „Unsere Mission ist die kaufmännisch technisch beste Lösung zu finden“.

Strategie der Tarifoptimierung
Typischerweise teilen sich Fernwärmekosten zu je 50 % in Energie- und Bereitstellungskosten auf. Energiepreisverhandlungen bei Fernwärme sind meist nicht möglich. Eine Kostenersparnis führt nur über die Anschlusswertoptimierung.
Aber wie kommt der Fernwärmeanschlusswert zustande?
Üblicherweise wird der Anschlusswert auf normierten Rechenwerten festgelegt (diese enthalten bereits Sicherheiten). Bei der Ausführung wird dann meist die nächstgrößere Baugröße (Angstzuschlag) realisiert. Alles unter dem Motto: „Mehr ist sicherer, damit wir ja nicht frieren“. Zu hohe Anschlussleistungen führen zu erheblichen, unnötigen Betriebskosten, welche der Betreiber über Jahre zu bezahlen hat. Die Vorgehensweise:
•          Prüfung und Abschluss eines optimierten Vertrages
•          Ermittlung der optimalen Vertragsparameter – Abstimmungsgespräche mit Betreiber

Neubau + Bestandsobjekte
Hier wird die geplante Anschlussleistung kritisch geprüft, mit dem zukünftigen Betreiber sein „Sicherheitsbedürfnis“ abgeklärt, und dann die optimale Anschlussleistung festgelegt.
Bei Bestandsobjekten wird die tatsächlich erforderliche Anschlussleistung aus realen Betriebsdaten unter Berücksichtigung von Klimadaten erfasst und optimiert.

Nutzen für Alle
Durch eine Anschlusswertreduktion spart der Betreiber laufende Betriebskosten. Der Fernwärmebetreiber kann Wärme an zusätzliche Abnehmer verkaufen. Er kann sein Netz besser auslasten.

Kosteneinsparung: Praxisbeispiele
Generationenhaus mit stationärer Pflege 1020 Wien:
   ► Anschlussleistungsreduktion 2013 um 51 %. Jährliche Kostenersparnis 11.500 Euro/a.
Seniorenpflegheim (spitalähnliches Nutzungsprofil) 1023 Wien:
   ► Anschlussleistungsreduktion 2015 um 25 %. Jährliche Kostenersparnis 23.000 Euro/a.

Dieser Vortrag ist einer von vielen weiteren interessanten Beiträgen, die Ihnen beim 4. Fachkongress „Energie im Krankenhaus“ begegnen – lassen Sie sich das nicht entgehen (hier geht´s zur Anmeldung)!

www.ingenieurbuero-baden.at
www.energieweb.at/energieimkrankenhaus