30.07.2017
IBU ERKLÄRFILM

Welche Faktoren entscheiden, ob ein Gebäude nachhaltig ist?

Ein neuer Erklärfilm des Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) zeigt die Methodik der nachhaltigen Gebäudezertifizierung anschaulich auf.

Das Institut für Bauen und Umwelt
hat einen Erklärfilm veröffentlicht, der sich
dem Thema Gebäudezertifizierung mit EPDs
widmet.Hier geht’s zum Erklärfilm.

Bild: IBU


Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Oftmals wird er jedoch nicht trennscharf und bisweilen inflationär verwendet. Wer mit Nachhaltigkeit wirbt, sollte dies belegen können. Genau das macht die Baustoffindustrie mit ihren Umwelt-Produktdeklarationen (EPD – Environmental Product-Declarations), die ein wichtiges Instrument für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden sind. Das Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU), ein Zusammenschluss von Baustoffherstellern, hat jetzt einen neuen Erklärfilm veröffentlicht, der den Weg zur Gebäudezertifizierung mit EPDs zeigt.

Wirkungen auf die Umwelt
„Der Begriff Nachhaltigkeit lässt sich nicht auf eine einzige Kennzahl herunterbrechen, wie zum Beispiel die CO2-Emissionen“, erklärt Burkhart Lehmann, Geschäftsführer des IBU. Denn „verbaute Produkte entfalten ihre Wirkungen auf die Umwelt erst am Gebäude im Zusammenspiel mit anderen Bauprodukten in einer bestimmten Einbausituation.“ Erst wenn klar ist, was in jedem Einzelteil steckt, welche Ressourcen für jede Stahlplatte, jeden Stein, jeden Liter Farbe, jedes Kilogramm Dämmstoff genutzt wurden, lässt sich die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit eines Gebäudes bewerten. Umwelt-Produktdeklarationen ermöglichen genau das. Sie dokumentieren, welche Grundstoffe mit welchem Energieaufwand in ein Bauprodukt einfließen und welche Umweltwirkungen von Herstellung über Nutzungsdauer bis zu Entsorgung oder Recycling entstehen.
Dabei ist eine Vielzahl von Indikatoren entscheidend. Es geht um potenzielle Wirkungen auf die Umwelt, wie beispielsweise Versauerung und Überdüngung von Boden und Wasser, Ozonabbau, Treibhauspotenzial sowie um Ressourcen. Die standardisierten, wissenschaftlich fundierten und von unabhängigen Dritten geprüften Informationen aus den EPDs bilden letztlich die Entscheidungsgrundlage dafür, ob ein Gebäude ein Nachhaltigkeitszertifikat bekommt. Wie das im Detail funktioniert, zeigt der neue Erklärfilm auf leichte und verständliche Weise.

Integrale Planung
„Die Integrale Planung ist das A und O“, so Burkhart Lehmann. Das bedeutet, Bauherren, Planer und Architekten berücksichtigen bereits in der Entwurfsphase die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte, um die ideale Kombination von Bauprodukten und -komponenten auszuwählen. „Mit dem Film wollen wir zeigen, wie handfeste ökobilanzielle Daten aus unseren EPDs für die Gebäudezertifizierung genutzt werden. Jeder, der den Film sieht, kann so das komplexe Thema leichter verstehen“, so Lehmann weiter.

ibu-epd.com