25.02.2010
ÖVGW
Symposium Wasserversorgung
Das das von der Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) organisierte Symposium "Wasserversorgung" am 27. und 28. Jänner 2010 in Wien fand regen Zuspruch – Grundwasserschutz und Qualitätssicherung waren die thematischen Schwerpunkte.
"Dieses traditionelle Jänner-Treffen gibt den etwa 210 Expertinnen und Experten die Möglichkeit, aktuelle ökologische und ökonomische sowie technische und rechtliche Fragen der Trinkwasserversorgung eingehend zu erörtern", erklärte VDir DI Wolfgang Malik, Vizepräsident der ÖVGW. MALIK weiter: "Essenzielle Themen – wie beispielsweise das Primat des flächendeckenden Grundwasserschutzes – müssen aber nicht nur diskutiert, sondern dort wo nötig vehement verteidigt werden, um die Qualität der Wasserversorgung auch für die kommenden Generationen nachhaltig und zu einem vernünftigen Preis zu gewährleisten."
Dem Thema Grundwasserschutz war im Zusammenhang mit dem Nationalen Gewässer-bewirtschaftungsplan (NGP) ein Vortrag von DI. Dr. Helmut Herlicska vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland gewidmet. Seine Ausführungen beschäftigten sich mit den Gefahren einer "industriellen" Landwirtschaft für den Grundwasserschutz und damit das Trinkwasser. Weitere Vorträge zu Pflanzenschutzmitteln bzw. der Zulassung derselben rundeten diesen Programmteil ab.
Auch wirtschaftliche Aspekte kamen beim Symposium nicht zu kurz: So setzte sich ein Vortrag von DI Dr Roman Neunteufel (Universität für Bodenkultur) mit der Wasserverbrauchsentwicklung auseinander. Verbesserte Vorhersagen zukünftiger Bedarfssituationen sollen Wasserversorgern ihre langfristige Planung in Zukunft erleichtern.
Was unter einem "kostendeckenden Wasserpreis" zu verstehen ist, erörterte Mag Wolfgang Petritsch von der Linz Service GmbH-Wasser; Mag Charlotte Vogl (BMLFUW) ging in ihren Ausführungen auf das Verursacherprinzip und den Grundsatz der Kostendeckung der Wasserdienstleistungen ein.
Die technischen Vorträge beschäftigten sich mit der Qualitätssicherung für Produkte und Planungsleistungen in der Trinkwasserversorgung sowie mit grabungslosen Bauverfahren, die immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Wien war an diesen zwei Tagen also DAS Zentrum der Trinkwasserbranche; die ÖVGW wollte bei diesem Treffen nicht nur ein abwechslungsreiches und interessantes Programm bieten, sondern auch den wichtigen Meinungsaustausch untereinander fördern, der letztendlich allen Österreicherinnen und Österreichern zugute kommt. Und das ist der ÖVGW wieder bestens gelungen.
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