02.06.2010
Sun-Systems
Energie ohne Ablaufdatum aus Tirol
Für mehr Effektivität bei der Nutzung von Sonnenenergie sorgen die cleveren Energiesysteme & Patente von Sun-Systems, die das Unternehmen auf der Intersolar 2010 in München (9.-11. Juni) in Halle C2/Stand 544 präsentiert (siehe auch Printversion HLK 5/10, S. 42).
Das engagierte Sun-Systems Team rund um die beiden Geschäftsführer Joachim Ehart und Georg Lechner beschäftigt sich seit 2001 intensiv mit der Entwicklung hocheffizienter Energiesysteme, die auf CO2-freien, regenerativen Energiequellen basieren. Vor allem im Bereich der Energiesteuerung, -verwertung und -speicherung hat Sun-Systems viel beachtete Lösungen gefunden und patentiert. „Stetige F&E-Tätigkeit und zahlreiche realisierte Projekte bilden das Fundament unserer Expertise. Aufgrund unserer flexiblen Unternehmensstruktur können wir dem Kunden ein exakt auf seine Gegebenheiten abgestimmtes Energiekonzept bieten“, erklärt Geschäftsführer Joachim Ehart. Die realisierten Energiesysteme arbeiten deutlich effizienter als vergleichbare Systeme – teilweise um bis zu 75 %. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der solaren Warmwasserbereitung für Einfamilienhäuser bis hin zur thermischen Vollversorgung von Großobjekten. Zu den Kunden in Österreich, Deutschland und Italien zählen zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser, Wohnbauträger, Hotellerie- und Gewerbebetriebe, darunter u.a. die Unternehmensgruppe Felbermayr in Salzburg (Firmenzentrale – Abteilungen Spezialtiefbau & Bau West), die Wörgler Wasserwelten Wave oder die B|Braun Austria GesmbH in Maria Enzersdorf (NÖ).
Stufenweise Energieabladung
Um aus einer erneuerbaren Energiequelle den maximalen Energieeintrag zu erhalten, bedarf es einer ausgeklügelten Steuerungslogik und hydraulischen Verschaltung. Die beiden Hauptfaktoren sind hierbei die größtmögliche Beladung der verfügbaren Energieabnehmer bei weitest gehender Entladung des Trägermediums. D.h. es wird ein Maximum an gelieferter Energie verwertet bzw. gespeichert und gleichzeitig durch starke Abkühlung ein optimaler Zustand des Wärmeträgers für die neuerliche Energieaufnahme durch die Wärmequelle (z.B. Sonnenkollektor, Wärmepumpe usw.) hergestellt. Sun-Systems hat dafür seine patentierte stufenweise Energieabladung herangezogen. „Was vielleicht etwas kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach und hat sich schon bei zahlreichen Projekten, darunter viele Einfamilienhäuser, bewährt. Die patentierte stufenweise Energieabladung verteilt und steuert die Energieflüsse aus den erneuerbaren Energiequellen bedarfsgerecht. Das bereit gestellte Temperaturspektrum wird in Serie an Abnehmer mit unterschiedlichen Energie- und Temperaturniveaus übertragen. Zuerst kommt der Hochtemperaturbereich mit der Warmwasserbereitung zum Zug, dann der Mitteltemperaturbereich mit Heizung und Lüftung, anschließend werden Niedertemperaturbereiche wie Fußbodenheizung und Schwimmbäder bedient und zum Schluss unterste Temperaturbereiche wie die Kaltwasservorwärmung und die Soleregeneration“, erklärt Georg Lechner, Leiter der F&E-Abteilung bei Sun-Systems. Effektiv wird die Anlageneffizienz durch die patentierte stufenweise Energieabladung um 50 % und mehr verbessert.
Jüngstes Patent
Jüngste Entwicklung von Sun-Systems ist der Trivalent-Speicher. Der Kombi-Solarspeicher mit patentiertem Frischwassersystem zur hygienischen Warmwasserbereitung stellt derzeit die innovativste Entwicklung am Sektor dar. Der Clou: Der Speicher stellt Warmwasser nach Bedarf bereit. Das Brauchwasser zum Duschen, Baden oder Abwaschen wird nicht auf einer bestimmten Temperatur gespeichert, sondern immer frisch und sekundenschnell im Durchlauf erwärmt. Herzstück der Innovation ist der so genannte Koaxialwärmetauscher: „Dabei handelt es sich um ein Rohr-im-Rohr-System. Das Frischwasser fließt zwischen Innen- und Außenrohr durch und nimmt dabei die Wärme des Speichers auf. Die Vergrößerung der Wärmeübertragungsflächen führt zu einer maximalen Energieeffizienz“, erklärt Georg Lechner. Reicht die Wärme aus dem Solarsystem einmal nicht aus, wird das Frischwasser durch eine externe Energiequelle über das Innenrohr direkt erhitzt. Dabei kann jeglicher Energieträger – von Erdwärme über Holz bis zu den Klassikern Öl und Gas – verwendet werden. Eine Vorwärmung des Speicherwassers ist im Gegensatz zu herkömmlichen Kombispeichersystemen nicht mehr erforderlich. „Dadurch ist die direkte Brauchwassererwärmung erheblich effizienter und die Bereitschaftsverluste werden reduziert. Das spart Geld und schont die Ressourcen“, fasst Joachim Ehart zusammen.
Den Sun-Systems Messestand auf der Intersolar Europe 2010 findet man in Halle C2 (Stand 544).
www.sun-systems.com
EH