09.04.2014
"Framo" übernommen

Alfa Laval kauft Frank Mohn AS

Alfa Laval hat eine Vereinbarung über den Kauf von Frank Mohn AS, Hersteller von Unterwasserpumpsysteme für die Marine- und Offshore-Industrie, unterzeichnet.

Alfa Laval bestätigt, Frank Mohn AS mitsamt der Produktmarke „Framo“ für einen Gesamtkaufpreis von insgesamt 13 Milliarden Norwegische Kronen (rund 1,57 Milliarden Euro) von der Wimoh AS zu erwerben. Kontrolliert wird die Wimoh AS von der Familie Mohn. Der Kauf des Unternehmens, das frei von Finanzschulden ist, erfolgt mit Barmitteln. Frank Mohn AS hat den Hauptsitz in Bergen, Norwegen, und hat 2013 mit rund 1.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Norwegische Kronen (rund 412 Millionen Euro) und einen Auftragseingang von 6,1 Milliarden Norwegische Kronen (rund 740 Millionen Euro) erwirtschaftet. Die operative Marge des Unternehmens liegt deutlich über dem Durchschnitt von Alfa Laval. Die Übernahme wird sich mit dem Abschluss der Transaktion voraussichtlich auf den Gewinn pro Aktie auswirken.

Alfa Laval hat eine Vereinbarung über den Kauf von Frank Mohn AS, Hersteller von Unterwasserpumpsysteme für die Marine- und Offshore-Industrie, unterzeichnet
Bild: Alfa Laval  

„Frank Mohn ist ein hervorragendes Unternehmen, das wir seit Jahren sehr genau beobachten. Es hat hoch qualifizierte Mitarbeiter, hochwertige Produkte und attraktive langfristige Wachstumsaussichten“, sagt Lars Renström, Präsident und CEO der Alfa Laval Group. „Die Kombination von Frank Mohn und Alfa Laval wird ein sehr attraktives Angebot an Produkten, Systemen und Dienstleistungen ermöglichen.“

Alfa Laval hält kontinuierlich nach Wachstumschancen Ausschau und betrachtet die langfristigen Wachstumsaussichten für den Marine- und Offshore-Markt für Gas und Öl als sehr attraktiv. Mit der Akquisition von Frank Mohn stärkt Alfa Laval zudem das bestehende Fluid-Handling-Portfolio, das bisher vor allem aus Geräten für hygienische Anwendungen besteht, um Industriepumpensysteme.

Das Hauptprodukt von Frank Mohn im Marine-Bereich ist das einzigartige Unterwasser-Frachtpumpsystem, dem eine entscheidende Bedeutung bei der Maximierung der Auslastung von Produkten- und Chemikalientankern zukommt. Das System ermöglicht eine sichere und flexible Umschlagleistung für schnellere Durchlaufzeiten und weniger Ballastfahrten.

Im Öl- und Gassegment bietet Frank Mohn verpackte Pumpsysteme für Offshore-Anlagen an, darunter Meerwasserhebe-, Wassereinspritzungs- und Löschwasserpumpensysteme, die einen essentiellen Beitrag zum sicheren und effizienten Betrieb von Offshore-Anlagen leisten.

Die Service-Organisation von Frank Mohn bietet sowohl technischen Support während der Installationsphase des Projektes an, als auch professionellen Service über die gesamte Lebensdauer der installierten Systeme. Die Service-Aktivitäten sorgten 2013 für etwas mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes.

Der Erwerb von Frank Mohn wird durch bestehende Kreditlinien und einen komplett abgesicherten Überbrückungskredit finanziert werden. Das Nettoverschuldungs-/EBITDA-Verhältnis von Alfa Laval auf Pro-forma-Basis (nach Abschluss der Übernahme) liegt dann beim 2,5-fachen. Die Transaktion wird sich mit dem endgültigen Abschluss voraussichtlich auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Die Synergien, die schrittweise in einem Zeitraum von drei Jahren realisiert werden, sollen sich jährlich auf über 120 Millionen Norwegische Kronen (rund 14,5 Millionen Euro) belaufen.

Nach dem Abschluss der Transaktion wird Alfa Laval Frank Mohn mitsamt der Produktmarke Framo in die Marine & Diesel Division eingliedern, die von Peter Leifland, Executive Vice President, Alfa Laval Group, geleitet wird. Das Unternehmen Frank Mohn bleibt vollständig erhalten und bildet innerhalb der Marine & Diesel Division von Alfa Laval unter der bestehenden Leitung ein eigenes Segment. Die Unternehmenspräsenz in Bergen, Norwegen, die neue Vertriebs- und Service-Niederlassung in Askøy sowie die Produktionsanlagen in Fusa, Flatøy und Frekhaug werden künftig das operative Zentrum von Alfa Laval für Marine- und Offshore-Pumpsysteme werden. Zusammen mit den anderen Operationszentralen für den Marine-Bereich von Alfa Laval in Aalborg, Dänemark, und Tumba, Schweden, wird das Unternehmen ein noch stärkerer Zulieferer für die Marine- und Offshore-Industrie werden.

Der Abschluss der Transaktion unterliegt der Zustimmung von Regulierungsbehörden.

www.alfalaval.com
www.framo.com