06.03.2017
Thermaflex

Korrosion keine Chance geben

Bei der Herstellung von Dämmstoffen werden Treibmittel eingesetzt, die erhebliche Folgen wie Rohrkorrosion nach sich ziehen können. Erfahren Sie, was die mögliche Ursache ist und wie Sie dies verhindern. Thermaflex auf der ISH, Halle 10.2, Stand C95.

Synthetische Dämmstoffe werden für die Isolierung von Rohrsystemen im großen Umfang eingesetzt. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Schaumstoffen und Herstellungsverfahren. Dabei beeinflusst das unterschiedliche Schäumen stark die Lebensdauer des gedämmten Kälte- und Wärmenetzes, wie von der Fontys Universität bestätigte Untersuchungen zeigen.

Unproblematisch sind physikalische Treibmittel. Hier wird ein Gas unter hohem Druck gelöst, dann dem Luftdruck ausgesetzt, das zu einer Volumenausdehnung führt – der flexible und hochwärmedämmende Polyethylen-Schaum entsteht ohne Rückstände. Viele andere synthetische Dämmstoffe werden dagegen mit chemischen Treibmitteln produziert. Zu den Gasen, die für das Aufschäumen notwendig sind, zählt oft Azodicarboxamid (ADC). Wird es erwärmt, entstehen Semicabazide, die als schwach krebserregend eingestuft werden. Isolierungen auf Elastomerbasis werden oft mit ADC geschäumt.

 

Beim physikalischen Schäumen wird ein Gas als Flüssigkeit in der Kunststoffschmelze unter hohem Druck gelöst. Sobald das Material dem Luftdruck außerhalb des Extruders ausgesetzt wird, führt der Übergang vom flüssigen zum gasförmigen Aggregatzustand zu einer Volumenausdehnung.
Bild: Thermaflex/txn  

 

Darüber hinaus sind in Kombination mit Metallrohren unerwünschte chemische Reaktionen möglich, die zu schweren Schäden am Kälte- und Wärmenetz führen können. Das liegt an Kohlenmonoxid und Ammoniak, die eine Zeit im Material bleiben. Wenn dann Wasser unter die Dämmung gelangt, entsteht das grüne Kupferhydroxid. Das Metallrohr verliert an Festigkeit; Korrosion kann die Folge sein. Daher ist die Vorbeugung von Spannungsrisskorrosion besonders wichtig.

 

Unerwünschte Nebenprodukte bei chemischen Treibmitteln: Wird Azodicarboxamid erhitzt, entsteht nicht nur Stickstoff, sondern auch Kohlenmonoxid und Ammoniak (NH3). Die Reaktion von Ammoniak und Wasser im Metallrohr kann schließlich zur Spannungsrisskorrosion führen.
Bild: Thermaflex/txn  

 

Bei Kälteanwendungen muss zudem an allen Nähten und verklebten Teilen ein Wasserdampfdiffusionsschutz vorhanden sein, um das Eindringen von Außenluft und die damit verbundene Kondensation unter der Isolierung sicher zu vermeiden.

 

Spannungsrisskorrosion ausgeschlossen: Bei dieser Kälteanlage wurde darauf geachtet, einen Wasserdampfdiffusionsschutz auch an allen Nähten und verklebten Teilen sicherzustellen. Dadurch wird Kondensation unter der Isolierung vermieden.
Bild: Thermaflex/txn  

 

Alternativ bietet sich die Verarbeitung von Isolierschäumen an, die mit  physikalischen Treibmitteln hergestellt werden. Hierbei empfehlen sich Isolierlösungen von Herstellern wie Thermaflex, die prinzipiell keine chemischen Treibmittel verwenden. Isolierschäume, die auf diese Art und Weise hergestellt werden, sind zudem vollkommen gesundheitsunbedenklich und können in allen Bereichen bedenkenlos eingesetzt werden.

 

Wenn flexibler Polyethylen-Schaum verarbeitet wird, ist eine spätere Spannungsrisskorrosion nicht zu erwarten. Denn bei der Herstellung des Dämmstoffs werden physikalische Treibmittel eingesetzt, die keine Rückstände im Schaum hinterlassen.
Bild: Thermaflex/txn  

 

Thermaflex auf der ISH 2017 in Frankfurt am Main

Get smart – Energie und Kosten im Blick

Die ökologische Bewertung von Gebäuden wandelt sich: Konsequent nachhaltigen Ansätzen gehört die Zukunft. Vor allem bei Kälte- und Klimasystemen entscheidet das Material über Effizienz und Lebensdauer. Darüber informiert Thermaflex auf der ISH 2017 am Stand des VDKF (Halle 10.2, Stand C95) – u.a. mit dem spannenden Vortrag „Get smart: Energie und Kosten im Blick – nachhaltig und effizient dämmen“ am 16. März um 15.00 Uhr und am 17. März um 10.30 Uhr im IKK Building-Forum.

www.thermaflex.at


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