03.05.2012
Güssing Energy Technologies

Sunsorber - Kältemaschine von Wärme angetrieben

Die Güssing Energy Technologies forscht seit 2003 am Sunsorber, einer Kältemaschine, die anstatt mit Strom, mit Wärme angetrieben wird und zählt damit zum weltweiten Spitzenfeld in diesem Bereich.

Das interessierte Publikum konnte nun das erste Mal den „gläsernen Sunsorber“ besichtigen, welcher speziell für die Lange Nacht der Forschung gebaut wurde. Anhand dieses 30.000 Euro teuren Modells erklärten die Experten der GET, wie Wasser im Vakuum bei 7°C verdampft umso die Kühlenergie zu liefern und zeigten wie der Ad/Desorber, sowie der Kondensator arbeitet. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Forschung ist, um die Technologieführerschaft von Güssing in diesem Bereich weiter auszubauen. Bisher hat die Güssing Energy Technologies 700.000 Euro aus eigenen Mitteln in die Entwicklung des Sunsorbers investiert und auch schon den ersten Prototyp eines Sunsorbers mit der Firma Dunst gebaut. Daraus soll eine erste Serienproduktion entstehen. Wenn die Investorengespräche positiv verlaufen wird der Sunsorber bereits im Jahr 2015 am Markt erhältlich sein.

Der Sunsorber, eine Kältemaschine, die anstatt mit Strom, mit Wärme angetrieben wird
Bild: Güssing Energy Technologies  

Insgesamt war die lange Nacht der Forschung ein Riesenerfolg. Trotz kurzfristiger und nicht sehr zielgruppenorientierter Ankündigung dieser Veranstaltung konnten diesmal mehr Besucher verzeichnet werden können, als beim letzten Mal. Es interessierten sich mehr als 200 Personen in Güssing für die Forschung, welche die Präsentationen und anschaulichen Aufbauten im Technologiezentrum und im Technikum Güssing begutachteten.

v.l.n.r.: Mag(FH) Rene Bischof, DI(FH) Klaus Paar, BSc Katharina Kreuter, DI(FH) Markus Goritschnig, Kamilla Zweiler, DI Dr. Richard Zweiler, Ludwig Gerger-Freißmuth
Bild: Güssing Energy Technologies  

Der Schwerpunkt im Technologiezentrum lag auf den Tätigkeiten des Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie, sowie der LED-Forschung aus Jennersdorf. Im Technikum Güssing konnten die Besucher bei Führungen durch das Biomassekraftwerk Güssing lernen, wie aus Holzgas die Produkte Erdgas oder Diesel erzeugt werden und warum in Güssing die erste funktionierende Vergasungsanlage der Welt steht. Bis heute lockt die weltweit einzigartige Möglichkeit in der Laborhalle des Technikums Versuchsaufbauten mit realen Holzgas zu betreiben Forscher aus Nah und Fern nach Güssing. Um dieses Thema anschaulich für die nächste Generation der Forscher vorzubereiten wurde Popcorn in der Wirbelschicht erzeugt und die Funktionsweise des Biomassekraftwerks Güssing am Kaltmodell aus Plexiglas erklärt. Daneben gab es einen weiteren Einblick in die Forschungsarbeiten, welche kurzfristig nutzbare Produkte aus diesem Wissen generieren sollen, wie dem Windhaus oder der ContainDry Trocknungstechnologie.

 

get.ac.at