22.08.2012
Austria Solar

Rekordhitze – dennoch sind 1,6 Millionen Heizkessel in Betrieb

Der Sommer ist heiß und trotzdem wird noch immer wertvolles Öl und Gas verbrannt, um Warmwasser zu erzeugen. Nicht nur aus ökologischen Gründen ist die Warmwasserbereitung mittels fossilen Brennstoffen im Sommer unsinnig, auch angesichts der ständig steigenden Kosten.

Mittagszeit – in fast ganz Österreich werden Temperaturen von über 30 Grad gemessen. Trotzdem laufen landesweit 1,6 Millionen Kessel, damit Menschen mit warmem Wasser versorgt werden. Drei Viertel der Kessel werden mit Öl oder Gas befeuert. Ein Haushalt mit einer vierköpfigen Familie benötigt rund 170 Liter Warmwasser pro Tag. Über ein gesamtes Jahr hinweg bedeutet dies 400 Liter Öl oder 340 Kubikmeter Erdgas pro Haushalt. Auf diese Weise werden jährlich in Österreich 300 Millionen Liter Öl und 155 Millionen Kubikmeter Erdgas für Warmwasserbereitung verbrannt.

Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar: “Bereits mit der einfachsten Solaranlage von sechs Quadratmeter Kollektorfläche ist es möglich, von Mai bis September die komplette Warmwasserversorgung eines Haushaltes zu decken. Damit könnte der heimische Heizöl- und Erdgasverbrauch für Warmwasser mehr als halbiert werden!“ Die Installation einer Solaranlage wird vom Klimafonds mit 400 Euro gefördert, zusätzlich zu den Förderungen im Bundesland. Zahlreiche technische Neuerungen bei Kollektoren, Speicher und Regelungen helfen, jeden Sonnenstrahl für den Warmwasserbedarf im Haus zu nutzen.

Roger Hackstock: „Bei mehr als 30 Grad Sommerhitze sollten wir kein teures und klimaschädliches Erdöl und Erdgas mehr verbrennen, um uns die Hände zu waschen!“
Bild: Foto Wilke  

 

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