13.06.2014
DEMOPROJEKTE SOLARHAUS 2014

Neue Bundesförderung für Solarhäuser

Am 13. Juni 2014 wurde die 1. Ausschreibung der Förderaktion des Klima- und Energiefonds „Demoprojekte Solarhaus 2014“ gestartet. Ein- und Zweifamilienhäuser-Besitzern, die 70 % des Heizwärmebedarfs ihres Gebäudes mit Solarthermie abdecken, winkt eine Förderung.

Ingmar Höbarth (li), Geschäftsführer Klima- und Energiefonds, und
Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, präsentierten die neue Förderaktion
„Demoprojekte Solarhaus 2014“ für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Bild: HLK  

Mit dem „Demoprojekt Solarhaus“ startete der Klima- und Energiefonds am 13. Juni 2014 eine neue Förderaktion für private Bauherren (die bis 25. September 2014 läuft). Diese bis dato europaweit einzigartige Förderaktion soll zeigen, dass auch in unseren Breitengraden mit der Kraft der Sonne geheizt werden kann. Ziel ist es, Praxiserfahrung mit Gebäuden zu sammeln, die mindestens 70 % mit der Sonne heizen. Insgesamt stehen 700.000 Euro bereit. Mit dieser Förderung können in einer ersten Startphase des Förderprogrammes rund 40 Häuser künftig ihren Heiz- und Warmwasser-Bedarf zu rund ¾ aus erneuerbaren Energiequellen decken und so einen Großteil der Heizkosten und rund 40 Tonnen CO2 einsparen. Die innovativsten Förderprojekte werden wissenschaftlich begleitet.
„Wir starten heute nicht nur ein neues, europaweit einzigartiges Förderprogramm. Wir setzen damit einen wichtigen Schritt für den Innovationsstandort Österreich und die Versorgungsicherheit in unserem Land. Solarthermie ist saubere, erneuerbare Energietechnologie, die Greenjobs schafft“, betont Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Pressekonferenz. Und weiter: „In Zukunft soll der Anteil von Solarwärme an der Wärmeversorgung auf 30 bis 40 Prozent des Wärmebedarfs ansteigen".

Wissenschaftliche Begleitung
Jedes Jahr werden tausende private Ein- oder Zweifamilienhäuser errichtet oder saniert. Hier setzt die Förderaktion an. Die innovativsten Projekteinreichungen, werden wissenschaftlich begleitet, um die technologische Weiterentwicklung von Solarhäusern zu beschleunigen – deren Fördergeld wird auch etwas höher sein. Die Erfahrungen aus dem Programm sollen dazu beitragen, vorhandene Konzepte von Solarhäusern zu verbessern – die gesammelten Erfahrungen werden der Öffentlichkeit in weiterer Folge zur Verfügung gestellt. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Bei der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie in den nächsten Jahren werden Solarhäuser eine zunehmend prominente Rolle spielen. Mit der neuen Förderaktion stellen wir sicher, dass das Solarhaus „made in Austria“ dabei eine Vorreiterrolle einnimmt.“

Das Förderprogramm
Vor der Einreichung eines Projektes ist ein Beratungsgespräch mit Experten der Begleitforschung verpflichtend (für die Anmeldung zum Beratungsgespräch kann man die Infohotlines kontaktieren – Tel.: 03112/58860 [AEE]; Tel.: 01/316 31-723 [Solarhaus-Bearbeitungsteam Kommunalkredit Public Consulting]).
Gefördert werden innovative solarthermische Anlagen im Ein- und Zweifamilienhaus, die mindestens 70 % des Gesamtwärmebedarfs decken (in Abhängigkeit des Heizwärmebedarfs (HWB) des Gebäudes). Die maximale Förderung der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten beträgt
40 % (bei HWB ≤ 42 kWh/m²/a)
45 % (bei HWB ≤ 30 kWh/m²/a)
50 % (bei HWB ≤ 15 kWh/m²/a)
und ist je Einzelprojekt mit 12.000 Euro gedeckelt. Für Projekte, die für die Begleitforschung ausgewählt werden, ist die Förderung für das Gesamtsystem (Solarthermieanlage + Zusatzheizung) mit 15.000 Euro begrenzt.
Innerhalb der 12. bzw. 15.000 wird auch eine Zusatzheizung gefördert (Holzheizungen: 1.400 Euro; Pellets-/Scheitholz-Kaminofen und Kachelöfen: 500 Euro; Wärmepumpe: 1.000 Euro). Eine Gas- oder Ölheizung als Zusatzheizung ist nicht erlaubt. Die Förderung erfolgt durch Investitionszuschüsse.
Die Ausschreibung „Demoprojekte Solarhaus“ ist von 13.06.2014 bis zum 25.09.2014 geöffnet. Die vollständigen Antragsunterlagen müssen bis 25.09.2014 um 17 Uhr online bei der Kommunalkredit Public Consulting einlangen.

www.publicconsulting.at
www.klimafonds.gv.at