10.03.2014
DOKUMENTARFILM

Macht Energie

Am 7.3.2014 ist der Dokumentarfilm „Macht Energie“ in den heimischen Kinos angelaufen. Ein nachdenklich stimmender, bildlicher Einblick in die derzeit Welt der Energie, die wir täglich konsumieren. Und über einige Rebellen, die dem ganz normalen Wahnsinn Paroli bieten.

Am Anfang der Arbeit an „Macht Energie“ (Regie: Hubert Canaval; Mitarbeit: Corinna Milborn) standen zwei verheerende Unfälle (Atomkatastrophe von Fukushima und die Öl-Katastrophe von Deep Water Horizon) und die Frage, wie es nun weitergeht mit unserer Energieproduktion. Wir brauchen Jahr für Jahr mehr Energie – und ihre Erzeugung ist gefährlich, schmutzig, teuer. Es schien nach diesen Katastrophen glasklar, dass es keine sichere Atomkraft und keine saubere fossile Energie geben kann und der Umstieg auf saubere, dezentrale, weniger fehleranfällige Energie bevorsteht. Eine Frage der Vernunft.
Aber wie sich derzeit gerade wieder zeigt, sind die meisten Menschen an den Hebeln der Macht offensichtlich nicht so vernunftbetont. Aus diesem Grund scheint eine Abkehr von Öl und Atom zumindest in manchen Ländern weit entfernt. Die wahren Katastrophen in der Energieproduktion finden täglich statt.  In der Arktis, wo sich die umliegenden Länder für einen Krieg um das Öl rüsten. In der Ölsandindustrie in Kanada, die riesige Landschaften zerstört. Am Rande die gefeierten Gewinnung von Schiefergas, die Wasser vergiftet. Auch bei der Suche nach erneuerbaren Energien stießen die Filmemacher auf Megalomanie und Zerstörung: Staudämme, in deren Umfeld die Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren, Luftschlösser wie gigantische Sonnenstromwerke in der Sahara. Überall Menschen, deren Leben direkt betroffen ist – und viele, die sich auflehnen.
„Wir haben den Blick in diesem Film auf diese Rebellen gelegt. Keine Aktivisten oder Ideologen, sondern normale Leute, die durch Zufall in Konflikt mit den Energie-Konzernen geraten und dabei fast zerbrechen: Eine Frau, die früher für die Gasindustrie gearbeitet hat und jetzt von ihr verfolgt wird, weil sie sich gegen die Vergiftung des Wassers auf ihrem Grundstück auflehnt. Ein Arzt, der der hohen Krebsrate in seinem Dorf nachging und auf die Ölsand-Industrie stieß. Ein früherer Atomingenieur, der in den 1970ern Plutonium in rostende Fässern einlagerte – und den die Forderung, die Zeitbombe zu entschärfen, den Job kostete“, so die Filmemacher.
Der Film „Macht Energie“ läuft derzeit in den heimischen Kinos – ein kurzer Trailer auf den Webseiten des Films gibt einen Kurzeinblick ins Filmgeschehen.

machtenergie.at