28.03.2014
Lange Nacht der Forschung

Burgenländische Innovationsschmieden besuchen

Im Zuge der „Langen Nacht der Forschung“ wird am 4. April 2014 österreichweit Forschung und Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Burgenland können sich Besucher in Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing von der Forschungswelt verzaubern lassen.

Laden zum Besuch der „Langen Nacht der Forschung“
am 4. April 2014 im Burgenland ein (v. l.):
DI Dr. Walter Mayerhofer, Forschungsleiter FH
Burgenland + GF Forschung Burgenland;
Landeshauptmann Hans Niessl;
Silvia Huber BA,
DI Johann Binder,
Technologieoffensive Burgenland.

Bild: FH Burgenland  

Am Freitag, 4. April 2014 (Beginn: 16 Uhr), ist es so weit: Dann findet wieder die „Lange Nacht der Forschung“ statt. Österreichweit wird Forschung und Wissenschaft damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Burgenland sind wissensdurstige Besucher eingeladen, sich in Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing von der faszinierenden Welt der Forschung verzaubern zu lassen: Veranstalter sind die Technologie-Offensive Burgenland und die FH Burgenland. Auch die HTL Pinkafeld, das TechLab Eisenstadt und das Technikum Güssing machen mit.

Vielfältiges Programm − für jeden etwas dabei

Die „Lange Nacht der Forschung“ ist im Burgenland zu Gast an vier Standorten – im TechLab Eisenstadt, in der HTL Pinkafeld, im Technikum Güssing und im Labor des FH Studienzentrums der FH Burgenland in Pinkafeld. Überall dort werden bedeutende Erfindungen und Entwicklungen so dargestellt, dass sie auch die Forscher von morgen verstehen. Einige Blitzlichter aus dem vielschichtigen Programm:

FH Burgenland
: Im weitläufigen Labor der Hochschule können sich Besucher eingehend mit Modellen der Sonnen- und Windenergienutzung auseinandersetzen und Forschungsprojekte im Bereich neuer Heizsysteme und innovativer Lichttechnik kennenlernen. Windkraft, Biomasse, Photovoltaik oder E-Mobilität sind weitere Stationen. Zudem geben Forscher einen Einblick in Methoden, wie sie Wissen „erfassen“, sichern und weitergeben können, oder wie sie mittels Spezialbrillen herausfinden, was Leser von Zeitungen interessiert und was nicht.

HTL Pinkafeld
: An der größten berufsbildenden Schule des Burgenlandes werden Interessierten unter anderem Fragen beantwortet, wie Maschinen und Anlagen den Menschen entlasten und Qualitätsverbesserungen erzielt werden können.

Technikum Güssing
: Dort erklären Experten, was kalte Getränke mit Hitze zu tun haben. Und bei einer Führung durch eine Versuchsanlage
können Besucher hautnah erleben, wie aus dem Grundstoff Holz an der Herstellung von Diesel gearbeitet wird.

TechLab in Eisenstadt
: Den Nachwuchsforschern wird ein interessantes Spektrum an Know-how geboten. Kinder können bei Mitmachstationen kindergerechte Experimente durchführen. Bei der Station „Spurensuche beim Lebensmitteleinkauf“ nehmen die Besucher Lebensmittel ganz genau unter die Lupe. Die Vielfalt der Gütezeichen, Auswirkungen der Verpackungen auf die Umwelt, lange Transportwege und deren CO2-Auswirkungen werden miteinander verglichen.

Podiumsdiskussion in Pinkafeld

Im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ findet am Campus Pinkafeld der FH Burgenland auch eine Podiumsdiskussion statt. Sie steht unter dem Titel „Von der Idee zum Unternehmer – wie komm ich als Start-up zum Markterfolg?“
Teilnehmer sind – neben Walter Mayrhofer – auch Vertreter namhafter burgenländischer Industrieunternehmen, die sich auch in der Forschung & Entwicklung engagieren. Organisiert wird die Diskussionsrunde von der Hochschule gemeinsam mit der Industriellenvereinigung. Start ist um 18:30 Uhr.

Faszination und Wirtschaftsmotor Forschung

Forschung, Innovation und Entwicklung sind sowohl zentrale Wachstumsquellen der burgenländischen Wirtschaft als auch Motoren für neue, hochqualitative Arbeitsplätze“, betont Hans Niessl, Landeshauptmann des Burgenlandes. Er unterstützt die Initiative. „Das Burgenland soll sich vom Innovations-Verarbeiter hin zum Innovations-Erarbeiter entwickeln“. Dies sei nicht nur ein lohnendes, sondern auch ein schwieriges Unterfangen, räumt Niessl ein. Die Forschungsquote im Burgenland beträgt derzeit noch 0,7 % der Wertschöpfung (3 % sollten es nach internationalen Empfehlungen sein). Den Startschuss zur Verbesserung habe die Landesregierung jedoch bereits gegeben.

Die FH Burgenland ist vor einigen Monaten beauftragt worden, eine „Forschungsstrategie Burgenland“ zu erarbeiten, die eine deutliche Steigerung der Forschungsaktivitäten mit sich bringen soll, erläutert der Landeshauptmann. Er sehe vor allem in der Erneuerbaren Energie, in allem, was „Lebensqualität“ fördert, sowie in einigen speziellen Produktionsfeldern gute Chancen für das Burgenland. „Wenn wir es schaffen, kluge Ideen auch klug zu begleiten und klug umzusetzen, dann werden wir uns auf einigen Gebieten gut positionieren können“.

Die „Lange Nacht der Forschung“ könne wie ein Sprühfeuer wirken, von dem der eine oder andere Funke überspringen soll. „Sowohl um bei Schülern eine Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik zu entfachen, als auch bei Unternehmen eine Idee zum Glühen zu bringen“, sagt der Landeshauptmann: „Beides wollen wir erreichen!“
Wir freuen uns, dass wir starke und aktive Partner bei der Organisation und Durchführung der ‚Langen Nacht der Forschung‘ gewinnen konnten“, gibt sich Johann Binder von der „Technologie-Offensive Burgenland“ erfreut.

 

www.fh-burgenland.at
www.langenachtderforschung.at