25.10.2012
Dachverband Energie-Klima

Besserstellung der Heizungssanierung nötig

Die Sanierung des Heizungssystems samt möglicher Solareinbindung muss im kommenden Sanierungsscheck ohne Anbindung an Dämmmaßnahmen gefördert werden. Dies belegt eine Studie des Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz.

Ernst Hutterer, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima, fordert daher eine Gleichstellung von Heizungs- und Gebäudesanierung bei der Förderung. "Die Studienergebnisse zeigen, dass eine Sanierung des Heizungssystems mit Umstellung auf erneuerbare Energie mehr als eine Alternative zur Dämmung ist" betont Hutterer. "Wir fordern daher von Wirtschaftsminister Mitterlehner, die Sanierungsoffensive 2013 entsprechend anzupassen."

In der Studie, des Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz, die der Dachverband Energie-Klima beauftragt hatte, wurden verschiedene Referenzszenarien durchgerechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass nach einer Sanierung des Heizungssystems jährlich bis zu 44 Prozent der Vollkosten (das entspricht bei einem Einfamilienhaus ca. 2.000 Euro) eingespart werden können. Das sind drei Viertel (74 Prozent) mehr als die Einsparung bei Dämmung der Gebäudehülle. "Die Heizungssanierung samt möglicher Solareinbindung muss auf Grundlage dieser Ergebnisse im kommenden Sanierungsscheck unabhängig von Dämmmaßnahmen gefördert werden", so Hutterer.

Ernst Hutterer, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima: "Mitterlehner muss Sanierungsförderung neu ordnen"
Bild: Dachverband Energie-Klima  


Kürzere Amortisationszeiten und mehr Klimaschutz

Auch die Amortisationszeiten liegen mit durchschnittlich 14 Jahren beim Einfamilienhaus deutlich unter jenen für die Dämmung der Gebäudehülle. So rechnet sich die Heizungssanierung beim Einfamilienhaus doppelt so schnell, wie die Sanierung der Gebäudehülle, beim Mehrfamilienhaus sogar viermal so schnell. Im Bereich der CO2-Emissionen kann durch die Sanierung des Heizsystems sogar bis zu 90 Prozent eingespart werden, das sind um bis zu 40 Prozent mehr als durch Dämmung.

Sanierung von 100.000 Heizanlagen schafft 1.400 Arbeitsplätze

Darüber hinaus führt die Heizungssanierung mittelfristig zu positiven volkswirtschaftlichen Effekten. So können laut der Studie des Energieinstitutes bei einer Sanierung von 100.000 Wohngebäuden in Österreich durch die Heizungssanierung dauerhaft 1.400 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Eine entsprechende Sanierungsoffensive würde die Energieausgaben der Bewohner dauerhaft um 300 Millionen Euro senken. Gleichzeitig würden sich die CO2 Emmissionen um 1,3 Mio. Tonnen jährlich reduzieren.

www.energieklima.at