26.04.2012
Solarwärme Technologieplattform

ASTTP feiert 5-jähriges Jubiläum

„2007 wurde die Österreichische Solarwärme Technologieplattform ASTTP mit 40 Teilnehmern gegründet. Heute besteht sie aus einem Netzwerk von 180 Wissenschaftern, Technikern, Firmen- und Verbandsvertretern“, freute sich Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar.

Das Jubiläum wurde bei einem ASTTP Workshop in Wien begangen, der dem Thema „Solare Großanlagen – Chancen und Herausforderungen“ gewidmet war. „Die Plattform greift immer aktuelle Zukunftsthemen bei Solarwärme auf, wo technologischer Entwicklungsbedarf besteht“, so Hackstock. Dies sei ein Grundsatz der Plattform von Anfang an gewesen. „Gleich nach der Gründung wurde eine Forschungsagenda Solarthermie von den Plattformteilnehmern erarbeitet, die einen Schub in der heimischen Solarforschung auslöste“, betont Werner Weiß, Geschäftsführer der AEE INTEC. Gemeinsam mit Roger Hackstock leitet und koordiniert er die Plattform.

Solarwärme Technologieplattform ASTTP feiert 5-jähriges Jubiläum
Bild: Austria Solar  


Breite Basis der Plattform

Seit ihrer Gründung wird die ASTTP von drei Ministerien (BMVIT, BMWFJ, BMLFUW), der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und dem Klimafonds aktiv mitgetragen. „Ein wichtiger Faktor für die Relevanz und den Erfolg der Plattform“, so Weiß. Ziel der Plattform ist eine stärkere Vernetzung von Forschung und Unternehmen, die Abstimmung der österreichischen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte und ein gemeinsames Auftreten auf europäischer Ebene beim European Solar Thermal Technology Panel ESTTP.

Der Aufbau der Plattform wurde 2008 bis 2010 vom Klima- und Energiefonds unterstützt. Im Jahr 2009 startete dieser im Programm „Neue Energien 2020“ erstmals einen Forschungsschwerpunkt Solarthermie mit 6 Millionen Euro und einen Schwerpunkt Speichertechnologie mit 5 Millionen Euro. Dies führte zu 17 geförderten Solarwärmeprojekten, mehr als in den drei vergangenen Ausschreibungen zusammen. Der Anteil von Solarwärmeprojekten an allen geförderten Projekten verfünffachte sich von 3 auf 15 Prozent. „Die Projekte decken ein breites Spektrum ab, von Kollektorentwicklung über Solare Kühlung bis zu Prozesswärme und Gebäudeintegration“, betont Weiß.

13-köpfiges Steuerungskomittee

Seit Ende 2010 lenkt ein 13-köpfiges Steering Committee die Plattform, das sich aus Forschungseinrichtungen, Solarfirmen und Austria Solar zusammensetzt. Dieses arbeitet an der Weiterentwicklung der Forschungsagenda Solarthermie und bereitet die ASTTP Workshops vor. Alle Infos zur Plattform unter

www.asttp.at