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14.01.2010
Treibhausgasemissionen 2008
Sinkender Trend, aber Ziele nicht erreichtAm 13.1. 2010 wurde die Treibhausgasbilanz Österreichs für das Jahr 2008 vom Umweltbundesamt präsentiert. Und die zeigt, dass im ersten Jahr für die Kyoto-Verpflichtungsperiode zwar weniger emittiert wurde, Österreich aber sein Ziel um 6,9 Mio. t überschritt. Die Ergebnisse der aktuellen Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamtes zeigen im Jahr 2008, dem ersten Jahr der Kyoto-Verpflichtungsperiode einen weiteren Rückgang der Treibhausgasemissionen in Österreich: Im Jahr 2008 wurden insgesamt 86,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente emittiert (2007 waren es 88 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente). Für die gesamte Zielperiode zwischen 2008 und 2012 stehen 344 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente zur Verfügung, dies entspricht 68,8 Mio. Tonnen pro Jahr. Unter Berücksichtigung der flexiblen Mechanismen wie dem JI/CDM-Programm, dem EU Emissionshandel sowie der Neubewaldung und Entwaldung ergibt sich damit für das erste Jahr der Verpflichtungsperiode eine Abweichung von 6,9 Mio. Tonnen zum Kyoto-Ziel Österreichs.
Mehr Anstrengung notwendig Die Bilanzen im Detail Verkehr Der Sektor Verkehr ist mit ca. 22,6 Mio. Tonnen im Jahr 2008 der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasemissionen in Österreich. Der Reduktionseffekt durch den Einsatz von Biokraftstoffen beträgt im Jahr 2008 ungefähr 1,3 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente. Mit einem Plus von 61 % seit 1990 wird in diesem Sektor die mit Abstand höchste Zuwachsrate verzeichnet. Industrie + Energieaufbringung Der Sektor Industrie ist im Jahr 2008 mit ca. 26,4 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten der größte Emittent an Treibhausgasen in Österreich. Trotz verbesserter Kohlenstoffintensität steigen die Emissionen in diesem Sektor seit 1990 aufgrund höherer Produktionsmengen. Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen sich in den Emissionsdaten des Jahres 2008 noch kaum. Raumwärme Auf den Sektor Raumwärme entfallen 2008 ca. 12,0 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen. Der verstärkte Einsatz von Fernwärme und Erneuerbaren Energieträgern sowie die bessere thermische Qualität der Gebäude führten in den letzten Jahren zu Emissionsminderungen. Witterungsbedingt unterliegen die Emissionen in diesem Sektor jährlichen Schwankungen. Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, F-Gase und Sonstige Die Sektoren Abfallwirtschaft (ca. 2 Mio. Tonnen) und Landwirtschaft (ca. 7,6 Mio. Tonnen) weisen im Vergleich zu 1990 deutlich geringere Emissionen auf. Die F-Gas-Emissionen (ca. 1,6 Mio. Tonnen) und Sonstige (ca. 0,9 Mio. Tonnen) blieben seit 1990 weitgehend konstant. Insgesamt verursachen diese vier Sektoren 12,1 Mio. Tonnen der österreichischen Treibhausgasemissionen.
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