Energiesparmesse 2012
15.06.2010
Statistik Austria

Positive Entwicklung bei Luftschadstoffemissionen

Wie Statistik Austria meldet, reduzierten sich die Luftschadstoffemissionen in Österreich zwischen 1995 und 2008 in vielen Bereichen zum Teil deutlich.

Von der Statistik Austria wurden zwar nur jene Luftschadstoffemissionen betrachtet, die von in Österreich lebenden Personen sowie von in Österreich registrierten Unternehmen und Institutionen verursacht wurden – das tut dem großteils positiven Ergebnis trotzdem keinen Abbruch. Die stärksten Rückgänge wurden bei Schwefeldioxid (SO2) mit -50,0 % und Kohlenmonoxid (CO) mit -45,9 % erzielt. Die Emissionen an NMVOC, das sind flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (-25,4 %), Methan (CH4, -24,8 %), Lachgas (N2O, -14,5 %) sowie Ammoniak (NH3, -10,4 %) wurden ebenfalls deutlich vermindert. Und selbst beim oft thematisierten Feinstaub konnte beim sogenannten PM10 - diese Staubfraktion enthält 50 % der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm - ein leichter Rückgang (-1,2 %) verzeichnet werden.
Die Stickstoff(NOx)-Emissionen stiegen zwischen 1995 und 2005 deutlich (+27,7 %) an, von 2006 bis 2008 gingen sie aber um 8,6 % zurück. Einzig bei CO2 konnte noch keine eindeutige Trendumkehr erzielt werden. Das höchste Schadstoffniveau gab es zwar ebenfalls im Jahr 2005, aber in den Folgejahren wurden nur geringfügige Erfolge erzielt, weshalb der Ausstoß an CO2 im Jahr 2008 um 25,3 % über jenem des Jahres 1995 lag.

Private Haushalte erzielten größte Fortschritte
Vergleicht man die privaten Haushalte auf der einen Seite und Unternehmen und Institutionen auf der anderen Seite, dann zeigt sich, dass beide Gruppen ihren Beitrag zur Klimaverbesserung leisteten. Allerdings senkten die privaten Haushalte ihren Schadstoffausstoß prozentuell gesehen stärker als die Gruppe der Unternehmen und Institutionen. Selbst in den beiden Fällen, in denen die Gesamtemissionen zwischen 1995 und 2008 anstiegen, nämlich bei NOx und CO2, verzeichneten die Haushalte einen Rückgang; der Zuwachs geht allein auf Unternehmen und Institutionen zurück. Jedoch sei darauf hingewiesen, dass 2007 und 2008 bei NOx auch die Emissionen von Unternehmen und Institutionen zurückgingen und bei CO2-Emissionen der Unternehmen und Institutionen zwischen 1995 und 2008 insofern Fortschritte erzielt werden konnten, als der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 aus fossilen Energieträgern deutlich geringer wuchs (+21,3 ) als der Gesamtausstoß (+38,8 ). Es wurde vermehrt auf klimaneutrale erneuerbare Energieträger gesetzt, deren Emissionen im selben Zeitraum um 148,8  zunahmen.
Weitere wirtschafts- und umweltbezogene, zusammengeführte NAMEA-Daten (NAMEA - „National Accounting Matrix including Environmental Accounts“) findet man auf den Websites der Statistik Austria.

 

www.statistik.at/web_de/statistiken/energie_und_umwelt/umwelt/namea/index.html

EH

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