23.09.2014
Energypeace

Wirksamer Klimaschutz erfordert CO2-Abgaben

Staats- und Regierungschefs beraten bei der UNO in New York über Maßnahmen gegen die Bedrohungen des Klimawandels. Für Österreich fordert Energypeace höhere CO2-Abgaben, um für einen wirksamen Klimaschutz zu sorgen.

Entwicklung und Projektion der Treibhausgas-
Emissionen in Österreich (Quellen: Studie
Umweltbundesamt GHG projections 2013,
Berechnungen Energypeace).

Bild: Energypeace  

Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs trafen sich am 23. September 2014 bei der UNO in New York, um über Maßnahmen gegen die Bedrohungen durch den Klimawandel zu beraten. Auch Österreich ist bei diesem Klimagipfel durch Bundespräsident Heinz Fischer und Umweltminister Andrä Rupprechter vertreten. Außer Streit steht, dass der Klimawandel Fakt ist. In Österreich wird er durch die geografische Lage deutlich heftiger ausfallen, wie der kürzlich präsentierte, nationale Sachstandsbericht zum Klimawandel 2014 in Österreich zeigt (siehe www.hlk.co.at). Die Treibhausgasemissionen sind weiter gestiegen und der Klimawandel ist bereits da – er trifft Österreich in vielen Lebensbereichen besonders hart.
Die Prognosen des Umweltbundamtes zeigen, dass in Österreich die Klimagasemissionen bis 2030 über dem Niveau von 1990 verbleiben werden, wenn die aktuelle Politik fortgesetzt wird.

Ein wichtiger Grund für die hohen Emissionen in Österreich ist die geringe Besteuerung der fossilen Energien im Vergleich zu anderen Ländern, meint man bei der Plattform Energypeace. „Nur wenn Österreich die CO2-Emissionen deutlich höher besteuert als bisher, besteht die Chance, dass wir unseren solidarischen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, meint dazu Heinz Kopetz von Energypeace. Und weiter: „Eine CO2-Abgabe von beispielsweise 80 Euro je Tonne CO2, mit Ausnahmen für Industriebetriebe im CO2-Handelssystem, würde ein Signal für eine Investitionswelle in erneuerbare Energien auslösen und damit viele Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig hätte die Republik Mehreinnahmen von einigen Milliarden Euro, die zur Finanzierung der Steuerreformpläne mehr als willkommen wären.“

Dazu kommt, dass mit einer solchen Reform die Treibhausgas-Emissionen rasch zurückgingen, Österreich seine Devisenausgaben für Energieimporte deutlich drosseln könnte und damit auch weniger Geld in die weltpolitischen Krisengebiete überweisen müsste. Die Gewinner wären vor allem auch die Konsumenten: durch den beschleunigten Umbau der Wärmeversorgung von Öl und Gas zu Fernwärme und erneuerbaren Energien müssten sie nicht mehr vor jedem Winter zittern, ob die Wohnungen wegen eines Ausfalls der Gaslieferungen kalt bleiben werden. Die Welt, aber auch Österreich, braucht ein riesiges Investitionsprogramm zum Umstieg auf erneuerbare Energien. Eine wichtige Leitmaßnahme dazu sei eine wirksame CO2-Abgabe argumentiert man seitens Energypeace.

www.un.org
www.energypeace.at