17.01.2013
Reinhard Seiß

Wer baut Wien?

Als das Buch Anfang 2007 erstmals erschienen ist, war es nach nur sechs Wochen vergriffen. Kaum jemand hatte vermutet, dass das Thema Stadtentwicklung eine breite Leserschaft dermaßen bewegen könnte.

Der Verlag Pustet stellt in dieser vierten Auflage der damaligen Analyse von Reinhard Seiß einen aktuellen Kommentar des Autors voran. Seine Momentaufnahme von Wien heute offenbart, dass vieles in dieser Stadt die eingefahrenen Wege ging, sich manches aber eben doch verändert hat – vielleicht auch aufgrund dieses Buches.

Reinhard Seiß, Wer baut Wien?
4. Auflage mit aktuellem Kommentar des Autors
zahlreiche S/W‐Abbildungen, 216 Seiten, 13,7x21,5cm, 24,00 Euro
ISBN 978‐3‐7025‐0538‐7

Bild: www.pustet.at  


Infotext:

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Wien von einem Bauboom erfasst, der neben der Ost-Öffnung vor allem dem EU‐Beitritt Österreichs sowie der fortschreitenden Globalisierung geschuldet ist; die Stadtväter sprechen von einer "zweiten Gründerzeit". Wie die Planungspolitik der Stadt Wien auf die neue Situation reagierte und welche politischen und wirtschaftlichen Motive dabei im Spiel sind, seziert Reinhard Seiß in diesem Buch. Unter redlichem Beistand von Planungs‐ und Archivmaterial bringt er ans Tageslicht, warum der Millennium Tower mehr als 60 Meter höher geworden ist als ursprünglich genehmigt, wie am Wienerberg ein Hochhausviertel ohne entsprechenden öffentlichen Verkehrsanschluss entstehen konnte oder auch, wer der Nutznießer von einem Wohnviertel ist, das sich über der meistbefahrenen Autobahn Österreichs befindet.

Der komplexe Planungskrimi mündet in die alles entscheidende Frage "Wer baut Wien?" und zeichnet zugleich ein Sittenbild der politischen und demokratischen Kultur, das nicht nur auf die Donaumetropole zutrifft.

Zum Autor:

Reinhard Seiß geboren 1970 in Oberösterreich, Studium der Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien, Dr. techn.; Tätigkeit als Planer in Österreich, Deutschland und Russland; filmische und fachpublizistische Arbeit zu urbanistischen Themen; schreibt u.a. für FAZ, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung und Die Presse (Spectrum); Produktionen für Fernsehen (arte, 3sat, BR, ORF, RAI, …) und Hörfunk (Ö1, Deutschlandradio, …); internationale Lehr‐ und Vortragstätigkeit; „Rudolf Wurzer Würdigungspreis“ für Raumplanung und Stadtentwicklung, Förderungspreis der Stadt Wien, Mitglied des Beirats für Baukultur im Bundeskanzleramt, Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

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