16.04.2014
Young Researchers Award

Öko Energietechnik-Studentin gewinnt

Theresa Wohlmuth hat bei den World Sustainable Energy Days in Wels mit ihrer Masterarbeit den Young Researchers Award gewonnen. Die Öko Energietechnik-Studentin präsentierte ihre Masterarbeit für das Unternehmen Alpine-Energie vor Fachbesuchern aus über 50 Ländern.

Theresa Wohlmuth (25) beschäftigte sich in der Abschlussarbeit mit der Optimierung des Eigenverbrauches von Photovoltaik-Anlagen. Ihre Arbeit wird nun sogar auf der REHVA, der Europäischen Vereinigung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagenverbände, veröffentlicht. Die einmal jährlich stattfindenden „World Sustainable Energy Days“ (WSED) ist eine der wichtigsten Konferenzen zum Thema nachhaltige Energie. Mit mehr als 800 Besuchern aus über 50 Ländern zählt die WSED in ihrem Bereich zu den größten alljährlichen Konferenzen in Europa.

Öko Energietechnik-Studentin Theresa Wohlmuth gewinnt Young Researchers Award – v.l.n.r.: Landesrat Rudi Anschober, Theresa Wohlmuth, Christiane Egger Energiesparverband OÖ, Landesenergiebeauftragter Gerhard Dell
Bild: Energiesparverband OÖ  


Optimierung von Photovolaik-Anlagen

Durch die sinkenden Förderungen für Photovoltaik (PV)-Anlagen und die steigenden Netzkosten wird die Optimierung und die Anpassung des Ertrages der Photovoltaikanlage an den Stromverbrauch eines Haushaltes oder Betriebes immer wichtiger. „Wenn man die PV-Module neuartig anordnet – zum Beispiel, dass man einige Module auch nach Osten und nach Westen ausrichtet – dann kann mehr Ertrag erwirtschaftet werden und die Ertragsspitzen in den Mittagsstunden können ausgeglichen werden. Das führt zu einer erheblichen Entlastung des öffentlichen Netzes“, berichtet Theresa Wohlmuth über ihre ausgezeichnete Arbeit.

Als weitere Lösung hat die Öko Energietechnikerin auch die Integration eines Speichersystems vorgeschlagen, um den Eigenverbrauch erhöhen und somit die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz reduzieren zu können. „In einer Simulation habe ich den Energie-Eigenverbrauch des gesamten Systems und die Wirtschaftlichkeit im 15-Minuten-Takt berechnet. Dabei habe ich die Netzlasten, die Erträge der PV-Anlage und die Speicherkapazitäten berücksichtigt“, so Wohlmuth.

Speicher kann sich rechnen

„Wenn ein Speicher genau auf das System angepasst wurde, dann kann er sich in einer angemessenen Zeit amortisieren. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass die Speicherkosten zum aktuellen Zeitpunkt noch immer sehr hoch sind“, berichtet die Energietechnikerin über das Ergebnis.

Theresa Wohlmuth wird vom FH-Professor Robert Höller betreut. Sie hat bereits 2010 ihr Berufspraktikum und die Bachelorarbeit beim Unternehmen Alpine Energie absolviert. Derzeit ist sie im Rahmen der Masterarbeit in der Abteilung Forschung & Entwicklung tätig.

www.fh-ooe.at