30.01.2012
Geld vom Staat

Neue Sanierungsoffensive startet

Am 1. Februar 2012 startet die neue, mit 100 Mio. Euro dotierte, Förderoffensive zur thermischen Sanierung in Österreich (für Betriebe und Private). Neu ist dabei der Bonus für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und den Öko-Dämmstoff-Einsatz.

Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich präsentierten am 27.1.2012 die neue Förderoffensive für die thermische Sanierung mit einem Volumen von 100 Mio. Euro. Für den privaten Wohnbau stehen 2012 erneut 70 Mio. Euro zur Verfügung, für Betriebe 30 Mio. Euro. 

Förderung ab 1. bzw. 20. Februar
Neue Förderanträge stehen schon ab dem 1. Februar 2012 zur Verfügung und können ab dem 20. Februar direkt bei den Banken und Bausparkassen eingereicht werden. Für umfassende thermische Sanierungen von über 20 Jahre alten Gebäuden werden Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro vergeben. Dazu kommen mögliche Zuschüsse von bis zu 1.500 Euro für die Umstellung auf umweltfreundliche Heizsysteme.
Je umfangreicher die Sanierung, desto höher ist der Zuschuss.
Teilsanierungen werden mit bis zu 3.000 Euro unterstützt, wenn der Heizwärmebedarf um mindestens 30 % verringert wird. Neu ist, dass 2012 auch bei Teilsanierungen mit einer 20 %-igen Energieeinsparung eine Förderung von 2.000 Euro gewährt wird. Damit sollen auch Sanierungen, die in Etappen durchgeführt werden (z. B. in einem Jahr nur die Fenster, nach zwei Jahren die Wärmedämmung) unterstützt werden. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist jeweils via Energieausweis darzustellen.

Bonus für Öko-Dämmstoffe und denkmalgeschützte Gebäude
Auf Initiative von Berlakovich und Mitterlehner wurden in den Förderrichtlinien neue Boni verankert: Bei der Verwendung von Öko-Dämmstoffen (aus nachwachsenden Rohstoffen oder mit Umweltzeichen) gibt es einen Bonus von 500 Euro. Für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude können zusätzlich 2.000 Euro abgeholt werden. Bei entsprechenden Teilsanierungen braucht es keinen Energieausweis, sondern genügt eine Bestätigung des Bundesdenkmalamtes über die „Vertretbarkeit“ der Maßnahme. Ein Energieausweis ist hier nur bei umfassenden Sanierungen vorzulegen.
Der Zuschuss dafür beträgt dann 7.000 Euro. „Bei gleichzeitiger Heizungsumstellung (+1.500 Euro) und Verwendung ökologischer Baustoffe (+500 Euro) kann die Förderhöhe auf 9.000 Euro bzw. maximal 20 Prozent der Investitionskosten steigen“, unterstrich Berlakovich.
„Mit der Ausweitung auf denkmalgeschützte Gebäude können wir einen Beitrag zur Revitalisierung der alten Bausubstanz in Ortskernen leisten. Damit erreichen wir gerade in den Regionen einen Wertschöpfungseffekt“, so Mitterlehner.

Erleichterungen im mehrgeschoßigen Wohnbau
Neu sind auch zusätzliche Erleichterungen für Sanierer im mehrgeschoßigen Wohnbau. 2011 musste für eine Gesamtsanierung ein einstimmiger Eigentümer-Beschluss vorliegen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Künftig wird auch ein Mehrheitsbeschluss ausreichen, sobald dieser nicht mehr rechtlich anfechtbar ist. Darüber hinaus sinkt die Mindestanforderung bei Teilsanierungen von 15 auf 10 % Energieeinsparung, was die Förderbarkeit des alleinigen Fenstertausches erleichtert.

Förderungen für Unternehmen
Unternehmen können ihre Förderanträge ab 20. Februar online bei der KPC-Kommunalkredit Public Consulting stellen. Die Förderung für Sanierungen von über 20 Jahre alten Gebäuden (bisher mindestens 10) beträgt bis zu 35 % der förderfähigen Kosten. Die Höhe der Auszahlungen orientiert sich an der Sanierungsqualität und dem sinkenden Heizwärme- und Kühlbedarf.
Einen Zuschlag gibt es für die Kombination von Sanierungsmaßnahmen mit technischen Verbesserungen zur effizienteren Nutzung von Energie.
Alle Details zur Förderoffensive gibt es ab dem 1. Februar auf den entsprechenden Webseiten.

 

www.publicconsulting.at
www.sanierungsscheck2012.at

EH