24.03.2014
ÖVGW zum Weltwassertag 2014

Leitungswasser trinken, Energie sparen, CO2 minimieren

Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) beschäftigte sich zum Weltwassertag eingehend mit den Themenbereichen CO2-Fußabdruck von Leitungswasser und Energieeffizienz in der Wasserversorgung und gibt dazu regelmäßig Studien in Auftrag.

Wasser und Energie sind eng miteinander verknüpft. Das brachte das Motto des heurigen Weltwassertages mit "Wasser und Energie" deutlich zum Ausdruck. "Umwelt- und Ressourcenschutz haben für die Wasserversorger eine ganz besondere Bedeutung. Die Branche beschäftigt sich intensiv mit dem Klimaänderungspotenzial und Möglichkeiten zur Energieeinsparung bei der Bereitstellung von Trinkwasser", erklärt der Vizepräsident der Vereinigung, DI Dr Wolfgang Zerobin.

 
Bild: ÖVGW  

Die Bereitstellung von Leitungswasser für KonsumentInnen verursacht in Österreich zwischen 0,1 und 0,3 g CO2-Äquivalente pro Liter. Für die Bereitstellung von Flaschenwasser ergeben sich Werte zwischen 75 und 140 g CO2-Äquivalente pro Liter, abhängig vor allem vom CO2-Aufwand für die PET- oder Polykarbonat-Verpackung und von der Größe der Gebinde. "Der CO2-Fußabdruck von Leitungswasser ist im Verhältnis zum Flaschenwasser um mindestens 200 bis über 1000 Mal geringer. Viel Leitungswasser zu trinken, fördert also nicht nur die Gesundheit, sondern zahlt sich vor allem auch vom ökologischen Gesichtspunkt her aus", betont Zerobin.

Bei einem durchschnittlichen Wassergebrauch von etwa 130 Liter pro Person und Tag werden täglich etwa 26 g oder jährlich knapp 9,5 kg CO2-Äquivalente pro Person emittiert. Zum Vergleich: Eine Autofahrt Wien-Innsbruck bedeutet 6 kg CO2, ein Flug für dieser Strecke 138 kg CO2; der durchschnittliche Jahres-Stromverbrauch für einen 1-Personen-Haushalt beträgt in etwa 621 kg CO2-Äquivalente, also etwa das 65-fache des Wassergebrauchs.

Der Energieverbrauch der Wasserversorgung wurde in der Studie "Energieeffizienz in der Wasserversorgung" untersucht. Grundsätzlich deckt die österreichische Trinkwasserwirtschaft durch die Nutzung der vorhandenen Wasserkraftpotenziale 72 % ihres Strombedarfes selber. Die Studie hat zudem gezeigt, dass nur mehr durch eine Steigerung der Pumpeneffizienz ein nennenswerter Beitrag zur Verringerung des Strombedarfes erzielbar wäre. Dieser Beitrag ist mit 7,5 bis 20 GWh im Jahr, im Vergleich zum Gesamtstromverbrauch in Österreich mit 60.000 GWh, sehr gering.

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