13.12.2012
Kongress „Zero Emission Cities“

Intelligenten Gebäuden gehört die Zukunft

Der 3. Kongress „Zero Emission Cities“ war ein voller Erfolg. Über 500 Interessierte kamen in das Wiener Rathaus, um Vorträge über Energieeffizienz von Gebäuden, umfassende Planungsansätze und Gebäudetechnik unter dem Motto „Smart Buildings for Smart Cities“ zu hören.

„Klimaschutz ist ganz zweifellos eine der ganz großen Herausforderungen für Politik und Gesellschaft“, betont Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig. Schon seit zehn Jahren sei Wien beim Neubau dem Niedrigenergiestandard verpflichtet, bei der Sanierung des Altbestands seien ebenfalls große Fortschritte gemacht worden, berichtet er. „Wir befinden uns in einer exzellenten Entwicklung, auch wenn manches zu hinterfragen ist“, merkt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Komm.Rat Brigitte Jank, an. Es sei außerdem ihr Anspruch als Interessenvertreterin, dass das Wissen der ExpertInnen in die Wirtschaft getragen wird, um die „volle Entwicklung entfalten zu können“.

„Die Stadt der Zukunft braucht Gebäude, die nachhaltig geplant, gebaut und betrieben werden“, fordert Ing. Karl-Heinz Strauss, Vorsitzende der Wiener Fachvertretung Bauindustrie und Mitorganisator des Kongresses, einen ganzheitlichen Ansatz. Der zweite Mitorganisator, der Fachgruppenobmann der Wiener Ingenieurbüros Komm.Rat Ing. Roman Weigl, betonte auch die wirtschaftliche Bedeutung von alternativen Energiequellen. Weniger Import von fossiler Energie verbessere auch die Leistungsbilanz Österreichs und erhöhe die Unabhängigkeit vom Ausland. Eine verstärkte Förderung von erneuerbarer Energie sei daher unbedingt notwendig.

Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS (Vorsitzender Fachvertretung Bauindustrie WKW); Ing. Roman Weigl, MSc (Obmann Ingenieurbüros WKW); Komm.Rat Brigitte Jank (Präsidentin WKW); Dr. Michael Ludwig (Stadtrat Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung)
Bild: leadersnet/Mikes  

Wir alle leben und arbeiten in Gebäuden verschiedenster Art und sind angenehme klimatische Bedingungen gewohnt. Doch welche Bedeutungen Immobilien und deren Nutzung für die CO2-Neutralität einer Stadt haben, ist uns oft nicht bewusst. „Zero Emission Cities 2012“ wollte dieses Bewusstsein wecken und einen Einblick hinter die Kulissen geben. Das Ziel der „Null-Emissions-Stadt“ ist auch ein permanenter Auftrag zur technischen Kreativität und ein Bekenntnis zur Innovation – ganz nach dem Motto „Smart Buildings for Smart Cities“, dem Motto der diesjährigen Veranstaltung. Sieben Expertinnen und Experten stellten dabei Ausgangspunkte und Modelle für eine bessere, emissionsfreie Zukunft vor. Zu den Vortragenden zählten unter anderem Helga Kromp-Kolb (BOKU Wien), der Architekt Christoph M. Achammer, Norbert Fisch (TU Braunschweig) und Hansjürg Leibundgut (ETH Zürich). Die Themen reichten von Klimawandel/Klimaschutz über den Gebäudebestand der Stadt Wien bis hin zu den Energiesystemen für die Stadt der Zukunft.

Diskussionsrunden und Best Practices Abgerundet wurde der Kongress durch zwei hochklassig besetzte Diskussionsrunden zu den Themen „Bedeutung von Bewertungen für die Immobilienwirtschaft“ und „Politik als Motor für Zero-Emission-Maßnahmen“ sowie Best-Practice-Beispiele von Siemens, Mondi, Raiffeisen, Rhomberg Bau, Ulreich Bauträger und Philips. „Der große Erfolg der diesjährigen Veranstaltung hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wie aktuelle Studien zeigen, ist diese Thematik relevanter denn je, was wir auch am Interesse beim Kongress gemerkt haben“, erklärt einer der Initiatoren, Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Ingenieurbüros der WK Wien. „Unter dem Motto ‚Smart Buildings for Smart Cities‘ wurden bei dieser Konferenz Visionen vorgestellt, wie sich das Gebäude der Zukunft vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger wandelt. Für die Bauindustrie ist dies sowohl ein ökologischer als auch ökonomischer Auftrag für die Zukunft“, ergänzt Karl-Heinz Strauss, Vorsitzender der Fachvertretung Bauindustrie der WK Wien und Mitveranstalter.

Conclusio Zero Emission Cities Die politischen Rahmenbedingungen für mittelfristige Entwicklung von Energieressourcen müssen heute in Einklang gebracht werden, damit wir dann auf ökologische und ökonomische Handlungsspielräume zugreifen können.

„Zero Emission Cities“ fand heuer zum dritten Mal statt und ist eine Initiative der Fachgruppe Ingenieurbüros und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Wien. Der Kongress wurde neuerlich vom Lebensministerium, Wirtschaftsministerium, der Stadt Wien und TINA VIENNA unterstützt. „Zero Emission Cities“ versteht sich als Basis zum Dialog und bot einen willkommenen Anlass, neue innovative Inputs aus der Welt der Immobilien und Industrie unter den Schlagwörtern „Effizienz, Optimierung, Bauen und Sanieren“ zu erhalten.

"Hans Roth Saubermacher Umweltpreis" verliehen

Ganz nach dem Motto "Wir können die Welt alleine nicht verändern aber wir können ein Zeichen setzen", freute sich Saubermacher CEO Hans Roth seinen Umweltpreis im Rahmen des Zero Emission Cities Kongresses an drei Studenten zu verleihen (Clemens Kielhauser, Josef-Peter Schöggl und Sonja Lukas). In Kooperation mit der Montanuniversität Leoben, der Karl-Franzens-Universität Graz und der Technischen Universität Wien wurden besonders herausragende Arbeiten prämiert.

www.zeroemissioncities.at