19.02.2014
Wirtschaft

Handwerkerbonus und Sanierungsscheck kommen

Ab Juli 2014 soll der Handwerkerbonus kommen; ab März 2014 könnte bereits der der Sanierungsscheck für heuer wieder aufgelegt werden. Beides Maßnahmen, die die Wirtschaft beleben könnten.

Jetzt soll er kommen, der Handwerkerbonus: Er soll ab 1. Juli 2014 vorerst befristet erfolgen. Für heuer sollen dafür 10 Mio. Euro und 2015 dann 30 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

Steuerliche Begünstigung: Handwerkerbonus

20 Prozent der nachgewiesenen Arbeitskosten von max. 3.000 Euro (ohne USt) sollen im Zuge eines Refundierungsmodells vom Finanzministerium erstattet werden.

Der Handwerkerbonus steht für eine steuerliche Entlastung von Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten im privaten Haushalt durch eine Absetzbarkeit eines Teils der in Rechnung gestellten Kosten. Begünstigt sind nur die Lohnkosten der Handwerker, nicht aber das Material. Zu den Dienstleistungen zählen z. B. die Beseitigung kleiner Schäden, die Erneuerung des Bodenbelags, der Austausch von Fenstern…. Aufgrund der limitierten monetären Ausstattung des „Handwerkerbonus“ besteht die naheliegende Wahrscheinlichkeit, dass die Schnelleren profitieren und die Langsameren kein Geld vom Fiskus zurückbekommen. Aber vielleicht wird auch im Laufe des Jahres noch nachgebessert.

Positive Reaktionen

Endlich werde er in Angriff genommen, der „Handwerkerbonus“ – damit wird eine langjährige Forderung von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, der Bauwirtschaft, und der Bundessparte Gewerbe und Handwerk umgesetzt.
KommR Konrad Steindl, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKO, freut sich: „Der Handwerkerbonus ist die dringend notwendige Anerkennung von Qualitätsarbeit“. Für die Konsumenten habe der Handwerkerbonus ebenso Vorteile, so Steindl: „Bei einer steuerlichen Entlastung ist die Entscheidung leichter – man geht zum Schmid und nicht zum Schmidl.

Damit kann sich der Kunde aber auch eine gewisse Leistung erwarten“. Auch das Bundesbudget wird nur augenscheinlich belastet. „Bedenken Sie die zusätzlichen Steuereinnahmen durch das Senken der Schwarzarbeit und der Konsumsteigerung. Das Geld, das vom Staat ausgegeben wird, kommt auch wieder rein in die Kassa. Insgesamt eine erfreuliche Bilanz - ein Gewinn für alle“, fasst Steindl zusammen.

Thermische Sanierung 2014 kommt

Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Andrä Rupprechter gaben am 13. Februar 2014 bekannt, dass der Sanierungsscheck auch heuer wieder aufgelegt wird. Derzeit erarbeiten das Wirtschaftsministerium und das Umweltministerium gemeinsam die neuen Förderkriterien, damit die Aktion im März 2014 starten kann. Heuer stehen gemäß Budgetfahrplan wieder die üblichen 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr wurden mit dem Sanierungsscheck Investitionen von 847 Mio. Euro ausgelöst. „Durch die zusätzlichen Einnahmen bei Lohn-, und Umsatzsteuer, Sozialversicherung sowie ersparten Arbeitslosengeldern bringen derartige Fördermodelle bzw. fiskalische Anreize dem Staat mehr, als sie ihn kosten. Wichtig ist, dass nun auch die weiteren Maßnahmen des Regierungsprogramms rasch umgesetzt werden. Insbesondere müssen die Verhandlungen im Bereich der Wohnbauförderung forciert werden“, erklärt Bau-Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel in einer Aussendung.