30.11.2015
RAUMWÄRMEBEDARF

Biowärme bei Österreichs Haushalten auf Platz 1

Biomasse (Brennholz, Hackschnitzel, Pellets, Holzbriketts) deckt mittlerweile 40 % des Raumwärmebedarfs in Österreich, wie kürzlich veröffentlichte Daten zeigen.

Beim Endverbrauch für Raumwärme in Österreichs
Haushalten ist Biomasse mit Abstand Nummer eins.

Bild: ÖBMV  


Biomasse ist in Österreich mittlerweile der bedeutendste Energieträger für die Beheizung von Wohnräumen. Nach den kürzlich von der Statistik Austria veröffentlichten Daten erreichte der Einsatz von Brennholz, Hackschnitzeln, Pellets und Holzbriketts zur Raumbeheizung im Jahr 2013/14 zusammen 55,4 Petajoule (PJ). Rechnet man den biogenen Anteil der Fernwärme von 10,5 PJ dazu, liefert Biomasse etwa 66 PJ an Raumwärme. Dies entspricht einem Anteil von 40 % an der Raumwärmeversorgung. Dahinter folgen Erdgas mit 36,4 PJ (22,1 %) und Heizöl mit 33,8 PJ (20,6 %). Vor zehn Jahren war Heizöl noch der wichtigste Energieträger für Österreichs Raumheizungen, seitdem hat sich sein Beitrag nahezu halbiert.

Burgenland: Höchster Holzwärme-Anteil
Im Bundesländer-Vergleich weisen das Burgenland mit 48 %, die Steiermark mit 45 % und Kärnten mit 44,9 % die höchsten Anteile von Bioenergie an ihrem Gesamtverbrauch Raumwärme auf (ohne biogenen Fernwärmeanteil). Die geringste Bedeutung hat die Holzwärme in den Haushalten Wiens (4,3 %). Die Bundeshauptstadt wird zu 57,3 % mit Erdgas und zu 30,9 % mit Fernwärme beheizt.

Eine Million Haushalte bezieht Fernwärme
Bezogen auf die Anzahl der Haushalte belegt Fernwärme mit über einer Million Hauptwohnsitzen in Österreich den Spitzenwert. Die Summe der mit Solarthermie oder Wärmepumpen beheizten Haushalte hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verzehnfacht und beläuft sich bereits auf 285.000 Einheiten. Hinsichtlich der damit erzeugten Wärmemenge kommen diese beiden Heiztechnologien aber erst auf einen Beitrag von 3,5 Prozent. Insgesamt ist die für die Wohnraumbeheizung eingesetzte Energie in den vergangenen zehn Jahren um 12,6 % auf 164,6 PJ zurückgegangen. Dies wird auf die milderen Winter, die verbesserte Wärmedämmung der Wohngebäude und die gesteigerte Energieeffizienz der Heizungen zurückgeführt. 

 

 




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