19.07.2013
Monster Jobwechsler Studie

Anstieg der Wechselbereiten

In Sachen Wechselwilligkeit ist bei den österreichischen Arbeitnehmern ein deutlicher Anstieg seit der letzten Messung (Nov. 2012) erkennbar, so das Ergebnis der „Monster Jobwechsler Studie 2013/2“. Hauptgrund für Jobwechsel-Wunsch ist die Gehaltssituation.

„Monster.at analysiert mit der repräsentativen Monster Jobwechsler Studie nun zum dritten Mal in Folge die Stimmungslage unter den unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich“, so Mag.(FH) Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH.
„Insgesamt wurden 1.000 Österreicher Face-to-Face befragt. Davon waren 458 unselbstständig erwerbstätig. Die Umfrage fand vom 17. April bis 2. Mai 2013 statt.“

Wechselbereitschaft gestiegen
24 % der unselbstständig Erwerbstätigen haben in den letzten Monaten schon einmal an einen Jobwechsel gedacht. Mehr als ein Drittel derjenigen, die in den letzten Monaten an einen Wechsel gedacht haben, denkt zumindest wöchentlich daran, mehr als drei Fünftel etwas seltener. „Es zeigt sich, dass eine Gruppe der wechselaffinen Arbeitnehmer schon kurz vor dem Absprung steht“, so Riedl-Wiesinger.
„Insbesondere denken 11 Prozent schon täglich an einen Wechsel. Dieser Wert ist weiterhin konstant seit der April 2012 Messung.“
11 % der unselbständig Erwerbstätigen verfolgen also derzeit sehr aufmerksam den Arbeitsmarkt über Zeitungen und/oder Internet. Weitere 20 % besuchen zumindest hin und wieder Jobportale und blättern Magazine und Zeitungen durch. Dies ist besonders bemerkenswert, da sich hiermit deutlich mehr Menschen mit den Jobangeboten beschäftigen (31 %) als es Personen gibt, die schon eine bewusste Wechselabsicht bekannt geben (24 %).
Somit ist nicht nur jeder vierte unselbständig Erwerbstätige im buchstäblichen Job-Warteraum, sondern es sind deutlich mehr Personen, die sich für Möglichkeiten im beruflichen Bereich interessieren und somit bei einem entsprechenden Angebot abzuholen wären. Insbesondere jüngere Menschen, Personen mit Wechselabsicht und Frauen, verfolgen Nachrichten rund um den Arbeitsmarkt sehr intensiv.

Gründe für Jobwechsel
Die Studie zeigt deutlich, dass der Wunsch nach einem höheren Gehalt Haupttreiber für einen Jobwechsel ist.
„Auf einer weiteren Bewusstseinsebene folgt dann als zweiter Aspekt das schlechte Betriebsklima. Aspekte wie sich beruflich weiterentwickeln zu wollen, etwas Neues auszuprobieren bzw. weiter aufzusteigen, haben sich seit November merklich gemindert“, so DDr. Paul Eiselsberg, Senior Reseach Director IMAS International.
„Zwischen den Geschlechtern zeigen sich in der Tendenz unterschiedliche Motive: Während Männer eher das Gehalt als Motiv für den Wechsel angeben, sind Frauen eher auf Grund der fehlenden Anerkennung, des schlechten Betriebsklimas oder der fehlenden Möglichkeit, sich beruflich weiterentwickeln zu können, zum Wechsel geneigt.“

Bedenkliche Fragen bei der Bewerbung
Hauptgesprächsinhalte sind laut Bewerber vor allem der bisherige, berufliche Werdegang, die Gehaltsvorstellungen, persönliche Daten wie Alter und die bisherigen Erfahrungen im beruflichen Umfeld.
Diese Aspekte werden vorrangig genannt. Danach folgen die persönlichen Daten wie Familienstand, Wohnort und persönliche Stärken und Schwächen. Im unteren Bereich der geschilderten Gesprächsinhalte tauchen Aspekte wie Gesundheitszustand, Trink- und Rauchverhalten, etwaiger Kinderwunsch, Religion und Politik, und Mitgliedschaften auf. Betrachtet man diese Ergebnisse im Detail fällt auf, dass auch Themen, die eigentlich nicht gefragt werden dürften, als Gesprächsinhalt geschildert werden.
Spannend wird es, wenn die Ergebnisse kumuliert werden: 38 % der unselbständig Erwerbstätigen, die schon ein Bewerbungsgespräch hatten, wurden zumindest schon einmal auf eines der rechtlich bedenklichen Themen angesprochen. Besonders geben dies Personen im Alter von 16-30 Jahren, Bevölkerung aus dem ländlicheren Raum Österreichs und einfache Arbeiter dem IMAS zu Protokoll.
„Dies ist wiederum sehr interessant, da ja manche Aspekte davon in rechtlicher Hinsicht nicht Gesprächsinhalt sein dürften. Der Kenntnisstand seitens BewerberInnen darüber ist aller Voraussicht nach sehr gering bzw. mangelt hierbei das Rechtswissen der Arbeitgeber“, so Eiselsberg. Während des Bewerbungsgesprächs wurde jede siebente der unselbstständigen Frauen nach Kinderwunsch gefragt.
Die jüngste Studie und weitere Studien stehen bei monster.at zum Runterladen bereit.

arbeitgeber.monster.at/online-recruiting/studien.aspx