07.07.2010
European Pellet Council
Europäischer Dachverband für Pellets gegründet
Pelletverbände aus acht Ländern, Österreich, Deutschland, Schweiz, Spanien, Portugal, Finnland, Schweden und Ungarn haben am 1. Juli 2010 in Brüssel den Dachverband der Europäischen Pelletwirtschaft gegründet.
Bei Pellets, den aus Natur belassenem Restholz hergestellten Presslingen zur Verfeuerung in vollautomatischen Heizungsanlagen, handelt es sich um einen energieeffizienten, CO2-neutralen und klimafreundlichen Brennstoff – er spielt zur Erreichung von Treibhausgasreduktionszielen in und für Europa eine große Rolle. Damit diese Rolle auch verstärkt wahrgenommen wird, wurde unter dem Schirm des Europäischen Biomasseverbands AEBIOM in Brüssel das European Pellet Council (EPC) gegründet.
Das von den acht nationalen Pelletverbänden (aus A, CH, D, E, H, P, S, SF) gegründete European Pellet Council wird sich in Brüssel auf europäischer Ebene für einheitliche Qualitätsstandards bei Pellets und eine offensive Politik zur Nutzung von Pellets als umweltfreundlichem Energieträger einsetzen.
Christian Rakos, Geschäftsführer von ProPellets Austria, wurde von den Gründungsmitgliedern einstimmig zum Präsident des neuen Verbandes gewählt. Rakos: „Pellets sind heute auf dem Weg von einem Nischenprodukt zu einem wichtigen Energieträger in Europa. Der europäische Markt für Pellets, der derzeit bei rund 10 Millionen Tonnen liegt, wird bis 2020 auf über 100 Millionen Tonnen wachsen. Damit können enorme Mengen an Öl und anderen fossilen Energieträgern eingespart werden und ein maßgeblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden“.
(Export)Chance für Österreich
Das Wachstum, welches die Pelletwirtschaft (Forstbereich, Sägewerke, Pelletsproduzenten, Heizkesselindustrie, Brennstoffhandel) in den nächsten Jahren in verschiedenen Ländern erwartet, bietet damit auch für Österreich außerordentliche wirtschaftliche Chancen. Rakos: „Umso unbegreiflicher ist für uns, dass das Wirtschaftsministerium, immer wenn es um erneuerbare Energie geht, auf der Bremse steht. Damit wird gegen die Interessen der österreichischen Wirtschaft und der österreichischen Konsumenten agiert. Offensichtlich fühlt man sich im Wirtschaftsministerium noch immer der fossilen Energiewirtschaft verpflichtet“.
www.aebiom.org
www.propellets.at
EH