08.02.2016
VAILLANT GROUP AUSTRIA

Digitalisierung und Nachhaltigkeit bestimmen den Heizungsmarkt

Von einem satten Umsatzplus, Trends in der Heizungstechnik, neuen iQ-Produkten und dem nach wie vor hohen Renovierungsbedarf in Österreichs Heizkellern, der durch die Politik behindert werde, berichtete die Vaillant Geschäftsführung während der Aquatherm in Wien.

Vaillant präsentiert Branchentrends und neue
Produkte im Rahmen der Fachmesse Aquatherm in Wien (v. l.):
Dr. Jens Wichtermann (Vaillant Group),
Dr. Barbara Priesching,
Alexander Kaufmann,
Kurt Göppner (alle Vaillant Group Austria).

Bild: Vaillant Group Austria/Franz Pfluegl  



Die Vaillant Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2015 in Österreich mit einem starken Wachstum abschließen.

+10 % Umsatzplus
Das Managementteam der Vaillant Gruppe stellte sich im vergangenen Wirtschafts- und Kalenderjahr erfolgreich um. Geschäftsführerin Dr. Barbara Priesching berief mit Kurt Göppner als Leiter Verkauf und Alexander Kaufmann als Leiter Kundendienst zwei ausgewiesene Branchenkenner ins Managementteam. Rund 400 Mitarbeiter beschäftigt der Marktführer und Spezialist für Heizungs- und Lüftungstechnik in Österreich, 260 davon im Bereich Kundendienst. Der Umsatz der Vaillant-Gruppe in Österreich konnte im Vorjahr (2015) um gute 10 % gesteigert werden – und dies bei konstanter Mitarbeiterstruktur. Dabei erfreut sich Vaillant im österreichischen Markt anhaltend guter Werte in der Kundenwahrnehmung und -zufriedenheit. Unter Hausbauern und Sanierern ist der „grüne Hase“ sowohl die bekannteste Marke als auch der Anbieter mit den höchsten Weiterempfehlungsraten* (*Quelle: Häuslbauer-Studie 2015; Market Marktforschungsgesmbh).

Gekürzte Förderungen bremsen thermische Sanierungen aus
Wie die gesamte Branche profitierte die Vaillant Group in Österreich im vergangenen Jahr auch von der Einführung des Heizungslabels. Seit dem 26. September 2015 dürfen Heizwertgeräte nicht mehr neu produziert werden, ausgenommen Heizwertgeräte auf Mehrfachbelegungen. Vor allem in Ostösterreich löste die gesetzliche Vorgabe einen Run auf die verbleibenden Restbestände an Heizwertgeräten aus. Aber auch im neuen Segment der Brennwertgeräte konnte man die Absätze steigern. „Vor allem diese Zuwächse zeigen, dass wir unseren Auftrag effizienter und nachhaltiger Energienutzung bislang gut umgesetzt haben“, erklärt Dr. Barbara Priesching, Geschäftsführerin von Vaillant in Österreich. Nichtsdestotrotz gebe es vor allem mit Blick auf eine nachhaltige Zukunft gerade in der thermischen Sanierung noch einiges zu tun, so Priesching: „Der Bestand an Heizkesseln ist in Österreich immer noch erschreckend: Ein Drittel sind älter als 20 Jahre. Der 2013 eingeleitete Sinkflug der entsprechenden Förderungen ist nicht das richtige Zeichen, daran etwas ändern zu wollen.“ Insgesamt 80 Mio. Euro steuerte der Staat in Förderungen zur thermischen Sanierung bei. Ein Betrag, der im Jahr 2016 beinahe halbiert wird – die angekündigte Förderungshöhe liegt nunmehr bei 43,5 Mio. Euro.
Dabei ist der Wille auf Verbraucherseite da. Das Thema Nachhaltigkeit ist bei den Hausbauern und Sanierern so stark verankert wie noch nie. Nach den Kosten liegt das Thema in der Entscheidungsfindung für ein bestimmtes Heizungssystem bereits auf Platz 2 – Tendenz steigend* (*Quelle: Häuslbauer-Studie 2015; Market Marktforschungsgesmbh). „Auch das Heizungslabel hat und wird beim Endverbraucher ein stärkeres Bewusstsein für energiesparendes Heizen schaffen“, erklärt Priesching. „Diese Motivation und dieses Bewusstsein darf nur nicht gleich wieder durch mangelnde Unterstützung verspielt und ausgebremst werden.“

Umweltbewusstsein mit neuen Technologien unterstützen
Als Marktführer im österreichischen Heizungsmarkt sieht Vaillant seine Verantwortung, zu dieser Entwicklung beizutragen, und zwar bei zwei Stellschrauben: Die bessere Schulung des Fachhandwerks, um bei der Beratung entsprechend die Technologien gut verbreiten zu können, sowie bei der technologischen Weiterentwicklung der Produkte. Der Verbesserung der Infrastruktur der Schulungen wird im neuen Vaillant Firmensitz am Wienerberg (in Wien) Rechnung getragen werden (Anm.: der neue Firmensitz wird in wenigen Wochen seiner Bestimmung übergeben).
Auf der Produktseite bieten sich für Vaillant drei Anknüpfungspunkte: nachhaltige Heizquellen, effizientere Heizanlagen und ein bewussteres Verbraucherverhalten.

Verbraucherverhalten und effizientere Heizanlagen
Der Megatrend „Internet of Things“ erfasst auch den Heizungsmarkt. Vaillant trägt diesem Trend in der Produktreihe Green iQ Rechnung. Intelligente, selbstadaptierende und hocheffiziente Heizsysteme bringen niedrige Verbrauchskosten. Integrierte Internetschnittstellen und Fernsteuerung durch Apps ermöglichen eine gezieltere Steuerung des Heizsystems durch den Verbraucher – und damit eine verstärkte Auseinandersetzung und gezielte Eingriffsmöglichkeiten in den Verbrauch. Die Green-iQ-Geräte müssen zudem über den ganzen Produktlebenszyklus – vom ersten Entwicklungsschritt bis hin zur Entsorgung am Ende – höchsten Nachhaltigkeits- und Effizienzkriterien standhalten.

Heizquellen
Bei Neubauten (Hausbauern) steht die Wärmepumpe als Hauptheizung der Wahl schon auf Platz 1. Und sie sind zufrieden mit der Technologie: Bei einer erneuten Entscheidung würden sich 84 % der Besitzer wieder für die Wärmepumpe entscheiden. Vaillant hat sich in der Entwicklung neuer Geräte auf die Effizienzsteigerung sowie die Steigerung der Convenience konzentriert. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist beispielsweise die neue flexoTHERM noch effizienter, deutlich leiser und wurde speziell psychoakustisch optimiert. In enger bewohnten Gebieten war die Geräuschintensität von Luft-Wärmepumpen bislang ein Hemmschuh für den Einsatz der Technologie.
Im Bereich Innovation und Produktentwicklung profitiert man von den Bemühungen der deutschen Muttergesellschaft: Erst im November 2015 kündigte Vaillant dort für eine Investitionssumme von 54 Mio. Euro den Bau eines neuen Forschungszentrums in Remscheid bis 2018 an.

www.vaillant.at