27.11.2015
ÖSTERREICH

Rückgang des energetischen Endverbrauchs 2014

Der energetische Endverbrauch fiel in Österreich im Jahr 2014 gegenüber 2013 um 4,3 %, wie aus aktuellen Berechnungen von Statistik Austria zur endgültigen Energiebilanz hervorgeht. Der Anteil erneuerbarer Energieträger beträgt 33 %.

Die aktuellen Berechnungen von Statistik Austria zur endgültigen Energiebilanz Österreichs zeigen ein erfreuliches Bild: Der energetische Endverbrauch fiel im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % auf 1.063 Petajoule (PJ).
Dieses Ergebnis wurde vor allem durch einen starken Rückgang beim Energieverbrauch der Haushalte erreicht (-13,0 % auf 238 PJ) – durch die im Vergleich zu 2013 deutlich höheren Außentemperaturen nahm die Heizgradsumme um 19,2 % ab. Im Industriesektor fiel der Energieverbrauch um 1,1 % auf 315 PJ. Der Energieeinsatz im Verkehr sank um 1,3 % auf 367 PJ.
Der energetische Endverbrauch zeigte 2014 bei fast allen Energieträgern einen deutlichen Rückgang gegenüber 2013: Erdgas -7,9 % auf 176 PJ, Erdölprodukte -3,1 % auf 403 PJ, Kohle -1 % auf 18 PJ, Fernwärme -8,7 % auf 73 PJ, elektrischer Strom -2,1 % auf 215 PJ sowie erneuerbare Energieträger -5,0 % auf 168 PJ.
Eine Erhöhung um 10,3 % auf 11 PJ konnte nur bei den brennbaren Abfällen festgestellt werden.

Nachhaltige Stromproduktion wächst weiterhin
Der stärkste Produktionsanstieg von elektrischer Energie gegenüber dem Vorjahr wurde – mit +24 % auf 17 PJ – bei Windkraftwerken und Photovoltaik-Anlagen verzeichnet. Dieser Anstieg beruht, wie schon im Jahr zuvor, auf einem weiteren Ausbau der Kapazitäten. Auch die Produktion aus Wasserkraft war 2014, wie bereits im Jahr zuvor, rückläufig (-2,4 % auf 148 PJ). Der Anteil anrechenbarer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie) stieg 2014 gegenüber 2013 um 2,3 Prozentpunkte auf 69,2 % (gemäß der Normalisierung laut EU-Berechnungsvorschrift).
2014 entsprach die anrechenbare Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Erdwärme und Solarwärme) 45,3 % der Gesamterzeugung und nahm somit um 2,1 Prozentpunkte gegenüber 2013 zu.

Endverbrauch: erneuerbarer Energie steigt auf 33 %
Der Rückgang des energetischen Endverbrauchs der Haushalte um 13,0 % war ebenfalls niedriger als jener der Heizgradsumme. Dies liegt vor allem am relativ geringen Rückgang bei elektrischem Strom (-3,5 %), während Kohle, Gas und Öl um rund 17 %, Fernwärme und erneuerbare Energieträger um rund 15 % rückläufig waren.
Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie (am Bruttoendenergieverbrauch gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG) erhöhte sich gegenüber 2013 (32,2 %) um 0,8 Prozentpunkte auf 33,0 %. Den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie gab es beim erneuerbaren Strom (aus Wasserkraft, Wind, Photovoltaik, Erdwärme und Biomasse) mit 69,2 % am Gesamtstromverbrauch.
An zweiter Stelle lag die erneuerbare Fernwärme aus Biomasse, Solar- und Erdwärme mit 45,3 % der gesamten Fernwärmeproduktion, gefolgt vom direkten Einsatz erneuerbarer Wärme (Biowärme, Umgebungswärme, Erdwärme und Solarwärme) mit 30,9 % des Gesamtwärmeverbrauchs.
Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energieträger im Verkehr (nachhaltig produzierte Biotreibstoffe und Biogas exklusive elektrischer Energie) an den Treibstoffen insgesamt lag 2014 bei 6,9 % (berechnet nach EU-Vorgaben).
Wird die erneuerbare Elektrizität miteinbezogen, steigt dieser Anteil auf 8,6 %.
Detaillierte Ergebnisse finden Interessierte auf der Website von Statistik Austria.

www.statistik.at